22.09.2015, 11:09 Uhr | 0 |

Testbetrieb in London Laserlicht macht Radfahrer auch im toten Winkel sichtbar

In London wurden 250 Mietfahrräder zum Test mit einer Lampe ausgestattet, die per Laser ein grünes Fahrradsymbol sechs Meter vor dem Rad auf die Straße wirft. Das sehen sogar Bus- und Lastwagenfahrer, die den Radfahrer an der Seite ihres Fahrzeugs ansonsten gar nicht wahrnehmen könnten. Bewährt sich das Blaze Laserlight, könnten alle 11.500 „Boris Bikes“ in London damit ausgestattet werden.

Blaze Laserlight
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Großes Sicherheitsplus: Das Blaze Laserlight wirft ein grün leuchtendes Fahrradsymbol sechs Meter vor dem Vorderrad auf die Straße. So kann der Radler auch von Bus- und Lastwagenfahrern erkannt werden, wenn er sich im toten Winkel ihrer Fahrzeuge befindet. Das zumindest im Dunkeln deutlich sichtbare Radsymbol auf dem Asphalt kündigt Radfahrer aber auch um die Ecke und in anderen Situationen an, in denen sie für andere Verkehrsteilnehmer (noch) unsichtbar sind.

Foto: Blaze

“Das Laserlicht hat mich definitiv vor einem schweren Unfall (...) bewahrt“, wirbt Radfahrer David Wynter aus London für die Fahrradlampe des britischen Herstellers Blaze, mit der demnächst vielleicht sämtliche Mietfahrräder in London, die so genannten „Boris Bikes“, ausgestattet werden. Der Fahrer eines großen Geländewagens, für den er sonst unsichtbar gewesen wäre, habe dank des Blaze-Laserlights gerade noch rechtzeitig knapp vor ihm stoppen können, berichtet Wynter.

In der Lampe, die ihn rettete, stecken zwei Lichter: ein handelsübliches LED-Licht und ein Laserlicht, das ein grün leuchtendes Fahrradsymbol sechs Meter vor dem Vorderrad auf die Straße wirft. Das soll vor allem Radfahrer sichtbar machen, die sich im toten Winkel eines Bus- oder Lastwagenfahrers befinden. Das zumindest im Dunkeln deutlich sichtbare Radsymbol auf dem Asphalt kündigt Radfahrer aber auch um die Ecke und in anderen Situationen an, in denen sie für andere Verkehrsteilnehmer (noch) unsichtbar sind. „Wir verpassen dem Radfahrer einen größeren Fußabdruck auf der Straße“, beschreibt Phil Ellis, Geschäftsführer von Blaze, die Idee.

Boris Bikes mit Laserlampe im Praxistest

In London wird die Beleuchtung derzeit an 250 Mietfahrräder des öffentlichen Fahrradverleihsystems Santander Cycles getestet. Transport for London (TfL), die Dachorganisation sämtlicher Verkehrsmittel-Betriebe in der britischen Hauptstadt, plant alle 11.500 Mietfahrräder, die in London im Einsatz sind, mit dem Laserlicht auszustatten, sollte der Testeinsatz ein Erfolg werden.

Das berichtet unter anderen der Londoner Evening Standard. Tests, die bereits von TfL und dem Transport Research Laboratory durchgeführt worden seien, hätten schon gezeigt, dass die Laserlampe 96 % der Radfahrer für Busfahrer sichtbar mache und effizienter sei als ein LED-Licht.

Strahl und Helligkeit regulierbar

Das Blaze Laserlight ist etwa 11 Zentimeter lang und wiegt rund 180 g. Die Vorderlampe ist wasserdicht und aus robustem Flugzeugaluminium gemacht. Der Laserstrahl kann unabhängig von der normalen LED-Beleuchtung, die den Raum direkt vor dem Fahrrad erhellt, zu- oder abgeschaltet werden.

Videoquelle: Blaze

Die Helligkeit ist zweistufig regulierbar, außerdem kann man sowohl Laser- als auch LED-Licht als Blinklicht oder als konstanten Lichtstrahl einstellen. Die Batterie lässt sich per USB-Kabel aufladen und schwankt in ihren Leistungen je nach Einstellung der Betriebsart erheblich: Herstellerangaben zufolge hält sie nur zwei Stunden bei konstant strahlender LED-Lampe auf höchster Helligkeitsstufe (300 Lumens) und konstantem Laserstrahl. Wenn der Laserstrahl ausgeschaltet ist und die LED-Lampe bei geringerer Helligkeit (100 Lumen) blinkt, hält sie dagegen 29 Stunden. 

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Von Susanne Neumann
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