20.08.2015, 10:32 Uhr | 0 |

Utility Bike aus Neuseeland E-Geländebike Ubco 2x2 für Farmer, Polizisten und Jäger

Der Zweirad-Markt ist um eine neue Idee reicher: Ein elektrisches Geländezweirad, das Werkzeuge trägt und sogar mit Akkustrom versorgt. Gedacht ist das Ubco 2x2 für Farmer, Polizisten, Jäger und andere Berufsgruppen, die sich viel in unwegsamem Gelände bewegen. 

E-Bike 2x2 im Gelände
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E-Bike 2x2 im Gelände: Mit einer Akkuladung ist in unebenem Gelände eine Reichweite von 70 bis 100 km möglich. 

Foto: Ubco

Es ist ein robustes Lasten- und Arbeitsrad, das weiß lackierte Ubco 2x2. Inspiriert von der wilden Berg- und Hügellandschaft Neuseelands haben die beiden Tüftler Anthony Clyde und Daryl Neal von der Wellingtoner Firma Utility Bike Company ein elektrisches Zweirad entwickelt, das eine Mischung aus E-Mountainbike und Offroad-Motorrad ist. Utility Bike nennen sie es.

Nur eines ist das Utility Bike nicht: ein Fahrrad. Auf eine pedalbetriebene Antriebskette haben die beiden Neuseeländer bewusst verzichtet. Denn Ketten, Zahnräder oder Kupplungen bedeuten Verschleiß, der sich gerade in den unwegsamen Gebieten Neuseelands schnell unangenehm bemerkbar macht.

Akku ist in vier Stunden am Netz wieder voll 

Stattdessen setzen die Macher beim Ubco 2x2 auf zwei luftgekühlte Elektromotoren mit einer Leistung von jeweils 1 kW. Die bürstenlosen Motoren zeichnen sich durch eine hohe Effizienz aus. Das Netzteil zum Aufladen der 40-Ah-Lithium-Ionen-Batterieinheit bringt 500 W. Die Entwickler versprechen, dass der Akku in vier Stunden zu 100 % aufgeladen ist.

Zudem soll der Akku sehr viele Ladezyklen überstehen. Erst nach 100.000 km mit dem Ubco 2x2 lässt sich der Akku nur noch zu 80 % aufladen, sagen die Entwickler, die beide seit zehn Jahren in der E-Bike-Industrie arbeiten.

100 km kosten 60 Cent

Der Akku des 50 kg leichten Zweirads ist in der Fahrzeugmitte in den Rahmen integriert und ermöglicht eine Reichweite von 70 bis 100 km in unebenem Gelände abseits der Straßen und 100 bis 150 km auf ebenen Straßen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 45 km/h begrenzt.

Die beiden Tüftler haben nachgerechnet: Ihr Zweirad hat einen äquivalenten Kraftstoffverbrauch von 0,32 l je 100 km. Damit kostet es nur 60 Cent, sich in Neuseeland mit dem Ubco 2x2 100 km übers Land zu bewegen.

Das Neuseeländer Zweirad ist äußerst leise, betonen die Entwickler. Als weitere Besonderheit haben die Macher ihrem Zweirad eine USB-Schnittstelle und einen Stromanschluss gegönnt. Daran können zum Beispiel Smartphones aufgeladen werden. Es kann aber auch der Akku des Elektroschraubers sein, wenn bei der Reparatur der Zäune im Feld die Energie ausgeht. Das kann den Arbeitstag retten.

Ubco 2x2 verstehen die Entwickler explizit als eine Arbeitshilfe. Sie sehen den Einsatz des Offroaders zum Beispiel bei Farmern, Weinbauern, Pferdezüchtern, Fischern und Jägern. Aber auch beim Militär, bei der Polizei, der Katastrophenhilfe und bei Notdiensten. 

Ubco 2x2 kann 200 kg tragen und ist gut gefedert

Für eine ruhige Freizeittour ist das Ubco 2x2 definitiv überdimensioniert. Es hat eine Tragfähigkeit von 200 kg. Da lässt sich viel Werkzeug bei der Kontrolltour an den Pferdeweiden mitnehmen. Die breiten Offroad-Reifen mit dem groben Profil bieten eine gute Haftung auf unbefestigten Wegen. Anthony Clyde und Daryl Neal versprechen, dass man mit ihrem Rad nicht im Schlamm stecken bleibt.

Durch das elektrische Allrad-Antriebskonzept soll das Zweirad eine bessere Beschleunigung haben, vor allem im nassen und rutschigen Gelände. Zudem ist das Ubco 2x2 gut gefedert. Vorne beträgt der Federweg 110 mm, hinten 120 mm. Das schont den Hintern des Fahrers auch im holprigsten Gelände.

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Von Detlef Stoller
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