15.08.2014, 08:00 Uhr | 0 |

Suche nach Industriepartnern Deutscher Student entwickelt faltbaren Fahrradhelm

Er lässt sich rollen, knicken und falten: ein Fahrradhelm, den Florian Mayer entwickelt. Der Industriedesign-Student sucht derzeit nach Industriepartnern. Dann könnte er seine Erfindung bis zur Serienreife bringen.

Der Helm des Studenten Florian Mayer
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Viele Fahrradfahrer schreckt das klobige Design klassischer Fahrradhelme ab, fand der Student in Umfragen heraus. Das will er mit seiner Entwicklung ändern.

Foto: Hochschule Pforzheim

Neun von zehn Radfahrern tragen aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Helm. „Sieht nicht gut aus“, „man schwitzt viel mehr“ oder „macht die Frisur kaputt“, sind nur einige der Gründe, die in der Umfrage von Florian Mayer genannt wurden. Deswegen reifte im Industriedesign-Studenten der Hochschule Pforzheim die Überzeugung: „Die heutigen Helme müssen weiterentwickelt werden.“

Helm lässt sich rollen, knicken und falten

Auf seiner Mission traf Mayer auf die Firma Sas-Tec, die einen viskoelastischen Schaum für Protektoren verwendet. Dieses neue Material kann Stoßenergie zuverlässig abfangen. Dabei lässt sich der Schaum je nach Schutzzone unterschiedlich stark einsetzen. Besonders empfindliche Zonen des Kopfes werden mit einer extra dicken Schicht ausgestattet. Jedoch reichen schon acht bis zwölf Millimeter des Materials aus, um den Kopf vor Verletzungen zu schützen.

Und jetzt kommt das Ungewöhnlichste: Der Helm ist nicht starr, sondern biegbar. „Der Schutz lässt sich einfach auf eine kleine Größe zusammenrollen“, sagt Mayer. Der Helm ließe sich auch knicken und falten und somit einfach verstauen. Zusammengehalten werden die einzelnen Schutzteile von Leder-Kevlar-Bändern.

Student sucht Industriepartner für Serienfertigung

Jetzt ist der 24-jährige künftige Industriedesigner Mayer auf der Suche nach einem geeigneten Partner, um sein Projekt zu realisieren. Denn bei dem neuen Fahrradhelm handelt es sich um eine Einzelfertigung. „Alles Weitere wäre für mich zu teuer geworden. Doch die Studie ist sehr seriennah angelegt und kann mit einem geeigneten Partner sicher schnell realisiert werden“, sagt Mayer. Er wünscht sich, auf der Eurobike 2014 in Friedrichshafen seine Entwicklung dem Fachpublikum vorstellen zu können.

Herkömmliche Helme bestehen aus einer harten Kunststoffschale, die mit Styropor in einer einheitlichen Stärke ausgefüllt ist. Besonders empfindliche Zonen wie die Seiten und der hintere untere Kopfbereich werden hier nicht speziell berücksichtigt. Außerdem sind die Schalenhelme für viele Menschen unbequem und unhandlich.

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Von Petra Funk
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