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30.01.2015, 08:55 Uhr | 0 |

CellFlux vom DLR Wärme in Ziegelsteinen, Beton und Basalt kostengünstig zwischenspeichern

Energie preiswert zwischenspeichern und bei Bedarf wieder in die Produktion einbringen: Das verspricht das Wärmespeicherkonzept CellFlux des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es setzt auf Ziegelsteine, Beton und Basalt. 

DLR testet CellFlux mit einer Pilotanlage
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet das Wärmespeichersystem CellFlux mit einer Pilotanlage. Es soll kostengünstiger und flexibler sein als bisherige Systeme, die mit Flüssigsalzen und Thermoölen arbeiten. 

Foto: DLR

Industrieunternehmen setzen für eine nachhaltige Energieversorgung vermehrt Wärmespeicher in ihren Produktionsprozessen ein. Jetzt haben DLR-Forscher die Wärmespeicherlösung CellFlux entwickelt, die Wärme preiswerter zwischenspeichert als bisher verwendete Flüssigsalze und Thermoöle. Zum Einsatz kommen kostengünstige Ziegelsteine, Beton und Basalt.  

DLR hat Pilotanlage in Betrieb genommen

Zunächst wird Prozesswärme mittels eines Wärmeübertragers an ein Arbeitsmedium abgegeben, wie zum Beispiel Luft. Dieses Arbeitsmedium wird dann in einem geschlossenen Kreislauf durch einen Ventilator umgewälzt, strömt in den einzelnen Modulen durch das feste Speichermaterial und gibt die Wärme weiter. Die Wärme wird zwischengespeichert und später bei Bedarf wieder in die Produktion eingespeist, kann aber auch an andere Abnehmer verkauft werden.

Das System kann sich mit den Modulen an die erforderliche Speicherkapazität anpassen. „Der Vorteil des CellFlux-Konzepts liegt in seiner großen Flexibilität hinsichtlich des Temperaturbereichs, der Skalierbarkeit des Speichers sowie der Kosteneffizienz des eingesetzten Speichermediums", erklärt Dr. Antje Wörner, Leiterin der Abteilung für Thermische Prozesstechnik des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik. Sie untersucht derzeit das neue Wärmespeicherkonzept mit einer Pilotanlage.

Erstmals vorgestellt auf dem Energiespeicher-Symposium

Das DLR hat die neue Wärmespeicherlösung anlässlich des 4. Stuttgarter Energiespeicher-Symposium am 28. Januar 2015 erstmals öffentlich vorgestellt – unter dem Leitthema „Flexibilisierung durch Energiespeicher“. Über einhundert Vertreter aus Wissenschaft und Industrie haben über Lastenausgleich, rechtliche Rahmenbedingungen sowie ein Anwendernetzwerk diskutiert und die zurzeit verfügbaren, unterschiedlichen Technologien beleuchtet

Forscher arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Speicherlösungen für Strom und Wärme, damit insbesondere Industrieunternehmen Energie effizient nutzen können und damit einen Beitrag für die Umwelt leisten. Energiespeicher erhalten einen immer höheren Stellenwert bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien. 

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Von Petra Funk
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