07.11.2013, 16:30 Uhr | 1 |

Teslas ehrgeizige Pläne Elon Musk kündigt Gigafabrik für Batterien an

Der weltweit größte Hersteller von Elektroautos will den Akku-Engpass aus eigener Kraft überwinden. Ob Tesla-Firmengründer und -Chef Elon Musk tatsächlich eine komplette Produktion plant oder nur ein Montagewerk ist allerdings offen.

Tesla-Produktion
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Tesla-Produktion in den USA: Unternehmenschef Elon Musk will die größte Akkufabrik der Welt bauen. Seine Firma Tesla Motors ist derzeit der weltweit größte Hersteller von Elektroautos. 

Foto: Tesla

Elon Musk liebt es, in großen Dimensionen zu denken. Sein Unternehmen Tesla, in Kalifornien beheimatet, ist tatsächlich der weltweit größte Hersteller von Elektroautos. Die aktuellen Zahlen aber ernüchtern. 5500 Fahrzeuge hat er im dritten Quartal ausgeliefert, das ist etwa ein Sechstel dessen, was Volkswagen an einem Tag schafft.

Musk glaubt, dass er viel mehr E-Autos verkaufen könnte, obwohl sie so teuer sind wie Oberklassefahrzeuge. So kostet das Modell S in Deutschland gut 70 000 Euro. Den Engpass sieht er bei den Lithium-Ionen-Batterien. Die kauft er auf dem Weltmarkt. Da werden sie knapp, weil ein Teil der Produktion als Solarstromspeicher eingesetzt wird. Und BMW bringt gerade ein Serien-Elektroauto auf den Markt.

Vier-Jahres-Vertrag mit Panasonic abgeschlossen

Jetzt hat Musk die Lösung gefunden. Er will die größte Akkufabrik der Welt bauen. Ihre Kapazität soll größer sein als die aller Produktionsstätten der Welt zusammengenommen. Außerdem hat er mit dem japanischen Hersteller Panasonic einen Vier-Jahres-Vertrag über die Lieferung von 1,8 Milliarden Batteriezellen abgeschlossen. Das lässt die Redakteure des US-Magazins „Forbes“ rätseln, was Musk tatsächlich vorhat. „Forbes“ hat Teslas ehrgeizige Pläne als erstes Medium veröffentlicht. Doch was unter der größten Akkufabrik der Welt zu verstehen ist weiß noch niemand.

Die einen glauben, dass es sich um eine riesige Werkshalle handeln wird, in der aus zugekauften Zellen komplette Batterien zusammenmontiert werden. Andere vermuten, dass dort tatsächlich Rohstoffe wie Lithium angeliefert werden, aus denen dann in vielen Prozessschritten fertige Akkus entstehen. In jedem befinden sich Dutzende Zellen und jedes Fahrzeug ist mit mehreren Batterien ausgestattet. Die Panasonic-Zellen dürften also erstmal reichen, selbst wenn der Absatz explodierte.

Tesla vertröstet US-Kunden für Lieferungen nach Deutschland

Musk musste zuletzt amerikanische Kunden vertrösten, um den Schlüsselmarkt Deutschland zu bedienen. Einfach mehr Fahrzeuge herstellen konnte er nicht, denn es mangelte an Akkus. In Deutschland will Musk zudem ein Netz von Ladestationen aufbauen. Tesla hat seinen Quartalsumsatz auf rund 430 Millionen Dollar gesteigert, das ist fast neunmal mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Aus den roten Zahlen kommt das Unternehmen dennoch nicht heraus. Das Minus lag bei 38 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 111 Millionen.

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Von Wolfgang Kempkens
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kommentare
17.11.2013, 12:19 Uhr Progetti
Elon Musk könnte sich jetzt zusätzlich auf Karbon- Kondensatoren konzentrieren, weil sich die in die Autobauteile integrieren lassen und sehr leicht sind und sich auf seinen geplanten Auflade- Parkplätzen durch Induktion in einigen Minuten aufladen lassen. Die Lithium- Batterien dienen dann nur noch als Sicherheits- Reserve. Plötzlich kostet sein Auto nur noch die Hälfte und die anderen Autofirmen werden seine Technik kopieren.

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