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03.09.2013, 15:56 Uhr | 1 |

Zu wenig Elektroautos Siemens streicht das Geschäft mit Zapfsäulen für Strom

Siemens steigt aus dem Geschäft mit Ladestationen für Elektroautos aus. Siemens glaubt angesichts schwacher Zulassungszahlen für Elektroautos nicht mehr an einem Erfolg der Technik und des Gechäftsbereiches.

Strom-Zapfsäule von Siemens
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Der Siemens-Konzern will keine Strom-Zapfsäulen mehr bauen. Er sieht keine Zukunft mehr in diesem Geschäft.

Foto: Siemens

Siemens bestätigte inzwischen einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung „Die Welt“. Der Markt sei wesentlich kleiner als ursprünglich erwartet. Die „zugrunde gelegten Marktannahmen zur Entwicklung des eCar-Marktes“ hätten sich nicht bestätigt. Zudem existiere bei der Ladesäulen-Hardware zu wenig Unterschied zwischen den Wettbewerbern.

Vorhandene Säulen bleiben stehen

Die bestehenden Ladestationen sollen aber weiter zur Verfügung stehen. So wird beispielsweise das Projekt, mit dem die A9 von München bis Leipzig durchgängig mit Ladestationen ausgestattet wird, weitergeführt. Das Gemeinschaftsprojekt im Rahmen des Schaufensters „Elektromobilität verbindet“ von Siemens, E.On und BMW will bis 2014 mit Schnellladesäulen dafür sorgen, dass auch längere Strecken im reinen Strombetrieb bewältigt werden können.

Neue Siemens-Ladestationen für den öffentlichen Betrieb wird es in Zukunft aber nicht mehr geben. Die Wallboxes, mit denen Elektroautos in privaten Haushalten aufgeladen werden können, will Siemens weiter bauen. Auch die Technik für induktives Laden will Siemens nicht aufgeben. Bei dieser Technik ermöglicht eine im Boden versenkte Spule das Laden des Autos ohne Kabel.

Siemens wolle sich in Zukunft stärker auf intelligente und vernetzte Lösungen fokussieren, erklärte eine Konzernsprecherin gegenüber ingenieur.de. Dazu gehören nach ihren Angaben Mautsysteme ebenso wie ein vernetztes Lademanagement.

Vom Ausstieg aus dem Geschäft mit den Stromtankstellen sei nur eine kleine Anzahl von Mitarbeitern betroffen. „Gemeinsam mit dem Betriebsrat versuchen wir, mit allen eine einvernehmliche Lösung zu finden“, betonte die Sprecherin.

Zu wenige Elektroautos auf dem Markt

Eine Million elektrisch betriebene Autos bis 2020 auf deutschen Straßen – die Bundesregierung betont immer wieder, dass das ihr Ziel ist. Die Entwicklung verläuft derzeit aber eher schleppend. Im vergangenen Jahr wurden 4.157 Elektroautos neu zugelassen, insgesamt fahren in Deutschland 7312 stromgetriebene Pkw. Als Grund für die geringen Zulassungszahlen werden vor allem das fehlende öffentlich Netz flächendeckender Ladestationen und der hohe Kaufpreis genannt.

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Von Andrea Ziech
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kommentare
05.08.2014, 13:15 Uhr Progetti
E- Autos werden interessant, wenn die induktive Aufladung in der Grosstadt mehr forciert wird (Tiefgaragen, Supermarkt- Parkplätze). Mehrschicht- Photovoltaik am Armaturenbrett und auf der Hutablage für längere Stehzeiten. Außerdem ein zusätzlicher Superkondensator als Zwischenspeicher für den Ampelstopp. Die Antriebs- Energie muss deutlich spürbar billiger sein als der herkömmliche Treibstoff, dann macht der höhere Kaufpreis nichts aus.

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