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09.05.2016, 09:58 Uhr | 0 |

Einfach Rad tauschen Mit diesem Vorderrad wird jedes Fahrrad zum flotten E-Bike

Es erinnert an die flotten Zweiräder aus dem Science-Fiction Tron – und das ist kein Zufall. Das Geo Orbital Wheel ist diesen nachempfunden und macht selbst aus einem gemütlichen Hollandrad ein flottes E-Bike. Dazu wird einfach das Vorderrad ausgetauscht. Und schon flitzt der Radler mit 32 km/h durch die Gegend.

Rennrad mit Elektroantrieb
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Gute Idee: Durch den Austausch des Vorderrades kann man aus fast jedem Fahrrad ein E-Bike machen.

Foto: Geo Orbital Wheels

Es sind diese futuristischen Zweiräder namens Light Cycle, auf denen die Helden im Hollywood-Film Tron Legacy durch die Straßen rasen, die Michael Burtov zu seiner Erfindung inspiriert haben. Wie die Räder im Film hat sein Geo Orbital Wheel keine zentrale Nabe. An deren Stelle sitzt ein feststehender 500-Watt-Motor, der jedes Fahrrad in ein flottes E-Bike verwandelt.

Montage ist in 60 Sekunden ohne jedes Werkzeug möglich

Das Konzept ist denkbar einfach: Leute, die ihr gewohntes Fahrrad behalten wollen, müssen einfach nur das Vorderrad wechseln, um auf ein Elektrorad aufzurüsten. Dazu wird einfach das vormontierte Vorderrad samt Elektroantrieb eingesetzt. Das optisch sehr interessante motorisierte Vorderrad gibt es in zwei Größen, die an über 95 % aller gängigen Erwachsenenfahrräder passen, die 26,- 28- oder 29-Zoll-Räder mit Felgenbremsen haben.

Der austauschbare Lithium-Ionen-Akku kommt beim großen Rad auf eine Ladung von 10 Amperestunden. Damit kann der Radler ohne Tretunterstützung eine Tour von 32 km unternehmen. Mit Unterstützung durch den Fahrer lässt sich die Tour auf bis zu 80 km ausdehnen. Dabei beschleunigt das Geo Orbital Wheel das Fahrrad ohne Pedalunterstützung auf eine Geschwindigkeit von 32 km/h. Der Akku ist in vier Stunden wieder voll aufgeladen und bereit für eine neue Radtour.

Akku lädt auch unterwegs auf

Das Geo Orbital Wheel für die 26-Zoll-Fahrräder hat einen Akku mit einer Ladung von sechs Amperestunden. Damit ist eine rein elektrisch angetriebene Tour von 19 km möglich, tritt der Pedalritter ordentlich in diese, so kann er die Tour auf 48 km erweitern. Der Akku des kleinen Geo Orbital Wheels ist nach drei Stunden an der heimischen Steckdose wieder aufgeladen.

Generell lädt sich der Akku des motorisierten Vorderrades immer dann auch unterwegs auf, wenn keine Akkuleistung abgerufen wird. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Rad bergab rollt oder der Fahrer auf ebener Strecke in die Pedale tritt.

Smartphone per USB-Anschluss am Akku aufladen

Der Reifen des motorisierten Vorderrads besteht nicht aus einem luftgefüllten Schlauch, sondern aus Schaumstoff. Zumindest am Vorderrad droht damit kein Plattfuß mehr. Gut durchdacht ist die Möglichkeit, per USB-Anschluss zum Beispiel sein Akkulicht oder sein Smartphone unterwegs am Akku des Geo Orbital Wheels aufzuladen. Wer schon einmal auf einer größeren Tour plötzlich ohne Wegbeschreibung auf dem Smartphone-Display orientierungslos in der Fremde stand, weil der Akku des Smartphones keine Energie mehr hatte, wird diese Möglichkeit schätzen.

Insgesamt scheint das Konzept des Geo Orbital Wheels viele Radler zu überzeugen, die lieber ihr Fahrrad aufrüsten wollen statt sich ein neuen Pedelec zu kaufen. Die Finanzierungskampagne auf Kickstarter ist jedenfalls äußerst erfolgreich. 37 Tage vor Ablauf der Kampagne ist das Finanzierungsziel von 75.000 $ mit deutlich über 500.000 $ schon mehrfach überschritten.

Die 100 schnellsten Unterstützer konnten sich das Geo Orbital Wheel für 499 $ sichern. Auch die Angebote über 599 $ und 649 $ sind bereits ausverkauft. Im regulären Handel soll das Geo Orbital Wheel 950 $ kosten. Lieferbar ist das hollywood-inspirierte motorisierte Vorderrad ab November 2016, also zu einer Jahreszeit, in der auch das elektrisch unterstützte Fahrradfahren nur bedingt vergnügungssteuerpflichtig ist.

Ein ähnliches Konzept zur Nachrüstung von Fahrrädern mit Elektroantrieb verfolgt auch die Stadt Kopenhagen und das Massachusetts Institute of Technology. Eine rote Scheibe, die einen Elektromotor enthält, wird einfach mit dem Hinterrad verbunden und über das Smartphone gesteuert.

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Von Detlef Stoller
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