01.11.2016, 09:14 Uhr | 0 |

Immotor Go Käufer-Ansturm auf einen revolutionären Elektroroller

Mit dem Prototypen für einen Elektroroller hat ein kalifornisches Jungunternehmen innerhalb weniger Tager von Investoren knapp 90.000 Dollar eingesammelt – fast doppelt so viel wie geplant. Das elegante Fahrzeug ist für Kurzstrecken gedacht. Zusammengeklappt ist es sogar als Handgepäck im Flugzeug zugelassen.

Elektroroller Go von Immotor
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Der smarte dreirädige Elektroroller Go kommt auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo super an. Die Finanzierung für die Serienproduktion ist gesichert.

Foto: Immotor

Nur knapp eine Woche benötigte das Start-up Immotor, um fast 90.000 Dollar von Investoren für die Serienfertigung seines revolutionären Elektrorollers namens Go einzusammeln. Damit war das 45.000-Dollar-Ziel weit übertroffen. Und die Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo läuft noch gut drei Wochen.

In dieser Zeit können sich Investoren den dreirädrigen Roller noch zu Schnäppchenpreisen sichern. 100 Exemplare zum Preis von 399 Dollar haben schon Käufer gefunden. Jetzt gibt es die günstigsten Go’s für 449 Dollar. Der reguläre Preis liegt bei 749 Dollar und ist damit deutlich niedriger als der von den meisten Konkurrenzprodukten. Im März 2017 sollen die ersten Exemplare an Kunden in China, den USA, Kanada und der Europäischen Union ausgeliefert werden.

Batterieladung reicht für 30 Kilometer

Go wird wahlweise mit einem 250 oder 350-Watt-Motor ausgeliefert. Zwei Batterien versorgen sie mit Strom, der für bis zu 30 km reicht. Sie lassen sich mit zwei Handgriffen ausbauen, sodass sie an ein häusliches Ladegerät angeschlossen werden können. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 30 km/h. Eltern, die ihren minderjährigen Kindern ein solches Gefährt schenken, können das Tempo drosseln – und hoffen, dass der Nachwuchs nicht herausfindet, wie dieser Eingriff rückgängig zu machen ist.

51 Prozent Wirkungsgrad

Der Go lässt sich sekundenschnell zusammenklappen, sodass er in Büros, Klassenräume und in Bussen und Bahnen mitgenommen werden darf. Der Go ist sogar als Handgepäck im Flugzeug erlaubt – allerdings nur dann, wenn er mit Standardbatterien ausgestattet ist. Superbatterien, die eine 50 % höhere Kapazität haben, sind nicht zugelassen. Wegen seines geringen Gewichts liegt der Gesamtwirkungsgrad des Go bei 51 %. Ungleich schwerere Elektroautos kommen, so Immotor-Chef Daniel Huang, gerade mal auf 4,8 %.

Damit Go nicht übersehen wird zieren Leuchtdioden seinen Bug aus faserverstärktem Kunststoff und Aluminium. Hier finden auch die Batterien Platz sowie ein GPS-Gerät, das auf Anfrage den aktuellen Standort verrät, etwa dann, wenn der Roller gestohlen worden ist. Go hat sogar ein Bremslicht.

Smartphone dient als „Zündschlüssel“

Damit sich die Fahrer unterwegs nicht langweilen können sie Musik, die auf ihrem Smartphone gespeichert ist, über den Bordlautsprecher abspielen. Bluetooth ist das verbindende Element. Wenn das Mobiltelefon in der Halterung steckt wird es gleich aufgeladen. Das Smartphone dient auch als „Zündschlüssel“.

Den Bremshebel bedient die linke, den Beschleunigungshebel die rechte Hand. Alle für den Fahrer wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit und restliche Reichweite werden auf dem Display angezeigt. Hier erfährt der Besitzer auch, wann er sich einen neuen Akku zulegen muss. Er soll mindestens 1000 Lade- und Entladezyklen überstehen. Das reicht für einige 10.000 Kilometer.

Sie sind Nostalgiker? Dann interessiert Sie vielleicht, dass der DDR-Kultroller Schwalbe als E-Version zurückkehrt. Ein Klick und Sie können unsere Geschichte dazu lesen.

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Von Wolfgang Kempkens
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