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01.10.2015, 10:57 Uhr | 0 |

Musk präsentiert Modell X Elektro-SUV von Tesla für betuchte Kunden

Mit zwei Jahren Verspätung bringt der Elektroauto-Pionier Tesla sein neues Modell „X“ auf den Markt. Es zielt auf den umweltbewussten Kunden mit Geld, der auch Sinn für Komfort und Tempo hat. 

Tesla X
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Ein komfortables SUV mit leistungsstarkem Elektromotor bietet Tesla mit dem Modell X an. Besonderer Clou: die Flügeltüren hinten.

Foto: Tesla

Für den Massenmarkt ist auch das Modell X nicht gebaut. Dem steht schon der Preis von rund 125.000 € im Weg. Das neue E-Auto aus dem Hause Tesla ist der um zwei Jahre verspätete Nachfolger Öko-SUV der Kalifornier. Mit 250 km/h Spitze und einer Beschleunigung auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden zeigt Tesla erneut, dass umweltfreundlicher Antrieb und sportliche Auslegung möglich sind.

Mit dem Thema Verzögerung hielt sich Tesla-Gründer Elon Musk bei der Präsentation in Kalifornien allerdings nicht lange auf. Das Timing für die Vorstellung eines wirklich sauberen Autos hätte ja auch nicht besser sein können als zu Zeiten des VW-Skandals.

Platz für bis zu sieben Personen

Der X ist ein SUV, der bis zu sieben Erwachsenen bequemen Platz bieten, aber auch größere Familien unterbringen soll: Allein für Kindersitze sind vier Befestigungspunkte eingebaut. Mit rund 400 km Reichweite taugt er auch für weitere Reisen. Die Luftwiderstandswerte des Wagens seien um 20 % besser als beim nächstbesten SUV, behauptet Tesla.

Der Firmenchef ist einer, für den Umweltschutz ohne Spaß nicht funktioniert. Deshalb hatte er schon mit dem „S“ eine Limousine entwickeln lassen, die gehobenen Komfort bietet. Und auch der X verfügt nun über die Gimmicks der neuesten Auto-Generation wie schlüssellosen Zugang, Kollisionswarnsystem auch für den seitlichen Bereich, eine Rundumbeobachtung der Umgebung per Kameras, Radar und Sonar sowie eine Navigation, die die aktuelle Verkehrslage stets in Echtzeit einkalkuliert. Einen Hinweis auf die angepeilte Kundschaft gibt die Herstellerinfo, dass in den Laderaum „zwei Golftaschen“ passen – wenn die beiden hinteren Sitzreihen umgeklappt sind, auch deutlich mehr.

Flügeltüren mit zwei Achsen

Optisches Highlight aber sind die Falcon-Flügeltüren, die sich in zwei statt einer Achse bewegen und tatsächlich an den Flügelschlag eines Greifvogels erinnern. Sie heben sich zuerst vertikal an, bevor sie sich zu den Seiten ausbreiten. Sensoren in den Türen sorgen laut Tesla dafür, dass sie auch in engen Parkbuchten oder Garagen nirgends anstoßen.

Nach dem S und dem nicht mehr hergestellten Roadster bietet Tesla also wiederum ein Oberklassefahrzeug an. Das deutlich erschwinglichere E-Auto für rund 30.000 €, auf das die Branche seit einiger Zeit wartet, soll in den nächsten zwei Jahren dann aber auch endlich kommen, sagt Musk. 

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Von Werner Grosch
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