20.03.2014, 15:29 Uhr | 0 |

Hightech auf Kreuzfahrtschiffen Virtuelle Fenster holen spektakuläre Aussichten in Innenkabinen

Wer für eine Kreuzfahrt eine Innenkabine reserviert hat, muss nicht länger auf Ausblick verzichten. Das Kreuzfahrt-Schiff „Quantum of the Seas“ der Royal Caribbean bietet seinen Gästen einen einzigartigen Ausblick über große Displays – auch ohne Fenster oder Balkon. 

Kreuzfahrtschiff Quantum of the Seas
Á

Passagiere der Quantum of the Seas können spektakuläre Ausblicke jetzt auch in ihren fensterlosen Kabinen genießen. Die Displays gleichen sogar die Schiffsschwankungen aus und helfen somit gegen Seekrankheit. 

Foto: Royal Caribbean

Gemeinsam mit der US-amerikanischen Firma Control Group hat das Unternehmen Royal Caribbean einen virtuellen Balkon entwickelt, der neben dem Ausblick auch das Ambiente und die Geräusche des Meeres in die Innenkabinen holt.

„Ein virtueller Balkon ist ein High-Definition-Bild, das von einer Digitalkamera zu einem 80-Zoll-HD-Bildschirm geliefert wird, der sich in einer Innenkabine befindet,“ sagt Charlie Miller von der Firma Control Group. „Dabei handelt es sich um ein Echtzeit-Video, das in einem unglaublich hohen Detail und Echtzeit-Audio festgehalten wird.“ Die Bilder liefern Red-Epic-Kameras, die rund um das Schiff installiert sind. 

Die Widerstandsfähigkeit der Kameras war ein zentraler Aspekt des Projekts, da die Ausrüstung im Dauerbetrieb Aufnahmen liefern muss, während sie Sonne, Salzwasser und Wind ausgesetzt ist. Sie sind mit Weitwinkelobjektiven ausgerüstet und geben einen Panoramablick wieder. 

Virtueller Balkon soll keine Seekrankheit auslösen

Gäste, die unter Seekrankheit leiden, sollten darauf achten, dass der "Balkon" ihrer Kabine in Richtung Bug weist. Denn dann entspricht die Schiffsbewegung dem projizierten Bild. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass es ihnen übel wird. 

Das digitale Fenster greift auch die Firma Digi Gage aus Israel auf. Sie bietet ein Nachrüst-Set, mit dem ein virtuelles Fenster auch in Fahrstühle geholt werden kann. Dort kann während der Fahrt über einen Internetanschluss der Ausblick nach draußen gezeigt werden. Eine Sensorik im Display synchronisiert den Blick dabei mit der Kabinenbewegung.

Virtuelles Fenster für zu Hause reagiert auf Bewegungen des Betrachters

Eine andere Art virtuellen Fensters bietet die Firma Winscape an. Bewohner können sich einen besonderen Ausblick in die Wohnung holen. Dafür werden zwei Plasmabildschirme mit einem Mac Pro und dem Wiimote verbunden. Die Bewegungen des Bewohners passen sich dann dem Bild im Fenster an. Nähert er sich dem Fenster, kann er weiter hinausblicken. Entfernt er sich vom Fenster, wird auch der Ausblick kleiner.

Über ein Smartphone können verschiedene Ausblicke gewählt werden – etwa Aquarium, Berglandschaft oder ein Blick auf die Golden-Gate-Bridge. Das Winscape-Fenster kann ab Juli 2014 für 3000 Dollar käuflich erworben werden. 

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Von Petra Funk
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