14.09.2012, 11:52 Uhr | 0 |

AMB 2012 Erst kommt die CAD/CAM-Software, dann fliegen Späne

Hohe Maschinenleistung ist wichtige Grundlage für effektive Fertigung - in Verbindung mit immer besserer CAD/CAM-Software lässt sich die "Power" des Maschinenparks aber noch einmal toppen, wie die AMB 2012 zeigen wird.

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Innovationen im CAD/CAM Bereich waren ein wichtiges Thema auf der AMB 2012.

Quelle: Claas

Foto: Claas

Mehr Material in kürzester Zeit spanen – das soll die Software Esprit 2013 des US-Anbieters DP Technology inklusive Fünfachs-Schruppzyklen ermöglichen. So optimiere die Software unter anderem Eingriffswinkel, Abtragsleistung, Kraft und Beschleunigungen der Maschine und dies bei zunehmend komplexen Geometrien, betonen Entwickler bei DP. "Unsere Tests haben gezeigt, dass Profit Milling die Zykluszeiten um bis zu 70 % reduziert und gleichzeitig den Programmieraufwand wie auch den Energieverbrauch senkt", betont DP-Produktmanager Kenyon Whetsell. Die deutlichsten Vorteile ergäben sich bei leichten bis mittelschweren Werkzeugmaschinen. Verfügbar sei auch eine neue Kollisions-Erkennungssimulation.

AMB 2012: Missler stellt neue Topsolid-CAM-Version vor

Mögliche Kollisionen zwischen Werkzeug und -stück könnten auch mit TopSolid-CAM vermieden werden. Auf der Industriemesse AMB 2012 stellt der französische Anbieter Missler Software mit Topsolid-CAM V.6.13 eine neue Version seiner Softwarelösung für die Programmierung von Bearbeitungszentren vor. Die Highlights der neuen Version: Erweiterte Programmierwerkzeuge für komplexe Drehfräsbearbeitungen. Die Ansatzstücke-Verwaltung beim 3-D-Fräsen wurde zudem erweitert, damit Bereiche einer Fräsbahn, die zu einer Kollision mit dem Werkzeughalter führen, automatisch vermieden werden.

Auch bei der CAM-Software Hypermill von Open Mind aus Wessling beziehen sich viele Verbesserungen auf die Verkürzung von Programmier- und Fertigungszeiten: So ermöglicht der Bearbeitungsmodus "Normtasche" eine automatisierte Programmierung von Rechtecktaschen. Innerhalb eines Bearbeitungsjobs erfolgt eine automatische Klassifikation in geschlossene und offene Taschen sowie rechteckige Absätze.

AMB-Aussteller Delcam will mit "PowerShape CAD" Flächenmodellierung und Reverse Engineering verbessern

Entsprechend kann für die Bearbeitung von Taschen die Rampe kontinuierlich in eine Richtung gefahren werden. Die Tasche wird dann von außen nach innen ausgeräumt. Der Vorteil: Durch die kontinuierliche Einwärtsrampe werden die Werkzeugwege optimiert und Zickzackbewegungen vermieden. Außerdem gibt es nun eine Leerwege sparende Möglichkeit der axialen Sortierung von Bearbeitungsbereichen.

Aussteller Delcam aus Obertshausen wiederum will mit seinem neuen "PowerShape CAD" die direkte Flächenmodellierung ebenso verbessern wie das Reverse Engineering. Denn mit einer Vielzahl verschiedener Modellierungstechniken in einem einzigen CAD/CAM-Programm verringert sich die Notwendigkeit, Daten aufwendig zwischen mehreren Programmen zu übertragen. Dies rationalisiere den gesamten Produktentwicklungsprozess, so die CAM-Experten in Obertshausen. Eine weitere neue Option, die von besonderem Interesse sein dürfte, um Platzprobleme zu lösen, ist der Solid-Core-Befehl: Dieser wählt automatisch die kleinste passende rechteckige oder zylindrische Form, die vollständig von einer definierten Box umschlossen wird – eine hilfreiche Funktion, wenn es etwa darum geht, Elektroden an Bauteilen zu konstruieren.

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Von Edgar Lange/Dietmar Kippels | Präsentiert von VDI Logo
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