02.12.2015, 10:15 Uhr | 0 |

Projekt Hyperloop SpaceX veröffentlicht Details zum Überschallzug

Wie wird die Vakuumröhre aussehen, in der SpaceX Menschen wie in einer Rohrpost transportieren will? Details dazu hat das Unternehmen von Multimilliardär Elon Musk jetzt veröffentlicht ­– schon 2016 starten erste Testfahrten. Und auch ein deutscher Unternehmer tüftelt am Überschallzug. 

So stellt sich Hyperloop Transportation Technologies den Hyperloop vor
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So stellt sich Hyperloop Transportation Technologies den Hyperloop vor: Das Unternehmen eines deutschen Unternehmers will 2018 die ersten Passagiere befördern.

Foto: Hyperloop Transportation Technologies

Der milliardenschwere Paypal-, Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk ist ein Mensch, der regelmäßig Visionen hat. Eine besonders abgefahrene ist der Hyperloop – ein Überschallzug, in dem Passagiere wie in einer Rohrpost in Kapseln durch eine Vakuumröhre flitzen. Wie die Kapseln aussehen? Das ist der Fantasie der Ingenieure auf der ganzen Welt überlassen. Sie hat Musk nämlich aufgerufen, Ideen einzureichen. Um dafür konkrete Orientierungshilfe zu bieten, hat SpaceX jetzt Spezifikationen einer Teströhre veröffentlicht.

Unterer Teil der Röhre mit Beton gefüllt

Und so wird die 1,6 km lange Teströhre des Hyperloop in Kalifornien aussehen: Sie soll einen Durchmesser von 1,80 m und 1,8 cm dicke Wände haben. Der untere Teil der Röhre wird mit Beton ausgefüllt sein, auf dem eine ebene Fläche mit einer Aluminiumschicht entsteht. Das sind die Rahmenbedingungen für einen Konstruktionswettbewerb, bei dem sich die Ingenieure austoben können. Sie können selbst entscheiden, ob die Passagierkapseln auf Rädern durch die Röhre flitzen, auf einem Luftkissen schweben oder sich durch magnetische Levitation vom Boden abstoßen.

Einzige Wermutstropfen: Ein vollständiges Vakuum wird nicht möglich sein. Der Druck soll sich aber auf bis zu 0,14 % des normalen Luftdrucks absenken lassen. Außerdem hat die Teströhre keine elektrischen Linearmotoren im Boden. Für die Beschleunigung stellt SpaceX deswegen ein eigen entwickeltes Fahrzeug zur Verfügung, das die Kapseln anschieben wird. Und bis wann haben die Ingenieure Zeit? Bis Juni 2016. Dann will SpaceX mit dem Bau der Teststrecke fertig sein.

Deutscher Unternehmer baut 2016 eine Hyperloop-Strecke

Auch Dirk Ahlborn ist eifrig dabei, Musks Vision eines Überschallzugs in die Tat umzusetzen. Der Deutsch-Amerikaner aus Berlin will 2016 eine 8 km lange Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco bauen lassen, die schon zwei Jahre später eröffnen soll. „2018 werden wir die ersten Passagiere befördern“, sagte Ahlborn gegenüber der Zeitung Die Welt.

Um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, schuften 400 Mitarbeiter aus 21 Ländern für Ahlborns Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies rund um die Uhr. Das Besondere: Die Studenten der US-Elite-Universitäten, Nasa-Wissenschaftler und Stanford-Professoren bekommen kein Gehalt. Lediglich Aktienoptionen. Das könnte sich aber lohnen, denn bei Ahlborn melden sich angeblich Kunden aus der ganzen Welt. „Wir haben 20 interessierte Städtepaare aus Amerika, China und auch größere interessierte Investoren“, sagt Ahlborn in einem Bericht von wired. Und was kostet das revolutionäre Transportsystem? Laut Analysten müssen Städte mit 42,8 Millionen € pro Meile (1,6 km) rechnen. Für beide Fahrtrichtungen. 

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Von Patrick Schroeder
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