13.01.2014, 13:16 Uhr | 0 |

Detroit Motor Show 2014 VW, BMW und Mercedes mischen US-Automesse auf

Das Autojahr 2014 beginnt an diesem Montag mit der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit. Die wichtigste US-Automesse ist für deutsche Anbieter wie VW, BMW und Mercedes eine wichtige Bühne. Denn ihr Absatz in den USA boomt stärker als je zuvor. 

Audi-Stand auf der Detroit Motor Show
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Noch unter Planen verhüllt: die Neuheiten des Autoherstellers Audi auf der Motor Show in Detroit. Der VW-Konzern hat in den vergangenen Jahren seinen Absatz in den USA verdoppeln können.

Foto: Najas

Deutsche Autobauer haben allen Grund, sich auf der Detroit Motor Show 2014 selbstbewusst zu zeigen. Im Vorfeld der Messe betonte VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn, das Unternehmen sei heute in den USA besser positioniert als jemals zuvor. „Seit 2008 hat der Konzern den Absatz in den USA nahezu verdoppelt.“ Mit über 600.000 Auslieferungen hat VW 2013 eine neue Rekordmarke setzen könnte.

Insbesondere im Premiumsegment führe in Nordamerika heute schon kein Weg am Volkswagen-Konzern vorbei, ist Winterkorn überzeugt: „Dafür stehen Audi, Porsche, Bentley, Bugatti und Lamborghini – fünf der wertvollsten Premium-Marken überhaupt.“ Allein der Mythos Porsche sei so stark wie nie zuvor. „Die Verkäufe sind 2013 auf ein neues Allzeithoch von mehr als 40.000 Fahrzeugen gestiegen.“

Beetle Dune: VW macht Kultauto zum Offroad-Monster

VW dürfte besonders mit einer Gelände-Version des berühmten Käfers für Aufsehen sorgen: Der Beetle Dune ist drei Zentimeter höher gelegt, mit 19-Zoll-Rädern ausgestattet und verfügt über einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit 211 PS. Tempo 100 soll nach 7,5 Sekunden erreicht sein, die Höchstgeschwindigkeit 225 km/h betragen.

 

Um das einst bescheidene Kultauto endgültig zum Offroad-Monster zu machen, arbeitet VW zudem mit neuem Kühlergrill, Unterfahrschutz, Seitenschwellern, verchromtem Doppelrohrauspuff und LED-Lichttechnik. Im Inneren sind Sportsitze eingebaut, das Handschuhfach ist durch einen Haltegriff ersetzt. Zudem ist ein Infotainment-System mit 7,7-Zoll großem Touchscreen installiert. Bislang bezeichnet VW den Beetle Dune noch als Studie. Doch bereits 2015 soll für den Strandbuggy die Serienreife erreicht sein. Äußerst kurios: Auf dem Rücken des neuen Käfers befindet sich eine Halterung für Skier.

Mercedes erreicht in den USA Absatzplus von 14 Prozent

Ähnlich gut läuft es in den USA für Mercedes-Benz. „Wir blicken auf das beste Jahr der Marke Mercedes-Benz zurück und haben unseren Absatz vom Vorjahr noch einmal um über zehn Prozent übertroffen. Unsere Wachstumsstrategie geht auf“, sagt Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. „Insbesondere in Europa und in den USA konnten wir weiter Marktanteile hinzugewinnen.“ In den USA verbuchte der Konzern ein Absatzplus von 14 Prozent und konnte über 310.000 Autos verkaufen.

Mercedes präsentiert auf der Detroit Motor Show 2014 die neue C-Klasse, die optisch einer reduzierten S-Klasse ähnelt. Sie ist mit 4,69 Metern knapp zehn Zentimeter länger als ihr Vorgänger, gleichzeitig aber rund 100 Kilogramm leichter. Denn sowohl Außenhaut als auch Rohkarosserie bestehen zu einem Großteil aus Aluminiumteilen. Das soll sich vor allem im Verbrauch bemerkbar machen: Laut Mercedes verbraucht die neue C-Klasse rund 20 Prozent weniger Kraftstoff. Sparfreunde können sich zudem auf einen Plug-in-Hybriden freuen, einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit E-Motor. Ebenfalls geplant, aber noch nicht terminiert, ist die C-Klasse mit Brennstoffzelle. 

Die Leistungsspanne der neuen C-Klasse-Motoren mit Neungang-Automatik ist auf mehrere Modelle verteilt: Den Anfang macht der C 180 mit 156 PS. In der Mitte liegt der C 250 mit 211 PS. Kraftkönig ist das AMG-Modell, das mit einem Vierliter-V8-Motor eine Leistung von 500 PS erreichen soll. Erhältlich ist die neue C-Klasse in Deutschland ab dem 15. März 2014. Preise beginnen bei 33.558 Euro.

 

BMW verkaufte 2013 knapp 375.000 Autos in den USA

 Im Vorfeld der Messe verkündete auch die BMW-Group, der Konzern habe im Jahr 2013 mehr Fahrzeuge abgesetzt als jemals zuvor. Weltweit lieferte der Autobauer 1.963.798 BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2012. Der Absatz in den USA kletterte sogar um über acht Prozent auf knapp 375.000 verkaufte Autos. Zu den neuen Highlights der Bayern auf der Messe zählen die M3 Limousine und der M4 Coupé. Beide Modelle sind nach Leichtbauweise gefertigt und kommen mit Carbon-Dach. Sie sprinten mit 431 PS in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und das bei einem 25 Prozent niedrigeren Verbrauch im Vergleich zu den Vorgängern. 

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Von Patrick Schroeder
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