06.10.2014, 11:37 Uhr | 0 |

Autopilot in Startlöchern Tesla will selbstfahrendes Auto schon 2015 bringen

Bereits nächstes Jahr soll es Wirklichkeit sein: Ein neues Modell des US-Autobauers Tesla fährt 90 Prozent der Strecken mit Autopilot. Das kündigt Konzernchef und Visionär Elon Musk in einem Interview an und setzt mit einem mysteriösen Tweet noch einen obendrauf. 

Foto aus dem mysteriösen Tweet von Elon Musk
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Foto aus dem mysteriösen Tweet von Elon Musk: Handelt es sich um ein neues Tesla-Modell mit Autopilot? 

Foto: Screenshot ingenieur.de/Twitter/Elon Musk

„90 Prozent ihrer Kilometer werden also automatisch gefahren“, erklärt Tesla-Chef Elon Musk im Gespräch mit dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN. „Mit Sicherheit Autobahnfahrten.“ Der Fahrer kann Hände vom Lenkrad, die Füße vom Gas nehmen und Zeitung lesen. Möglich machen das Sensoren, Bilderkennungskameras, Radars und Ultraschall – mehr verrät der kalifornische Visionär nicht, der seiner Firma eine Vorreiterrolle zuspricht: „Tesla ist ein Unternehmen aus dem Silicon Valley. Ich meine, wenn wir nicht Spitzenreiter sind, dann sollten wir uns schämen“.

Mysteriöser Tweet deutet auf neues Modell hin

Überraschend für die Fachwelt ist Musks im Interview abgekündigte Einführung des selbstfahrenden Autos im Jahr 2015. Der Tesla-Chef hatte letztes Jahr bekanntgegeben, ein Fahrzeug mit Autopilot entwickeln zu wollen. Es sollte allerdings frühestens 2016 auf den Markt kommen. Und dann gibt es da noch diesen mysteriösen Tweet, den Musk am 2. Oktober in die Welt geschickt hat: „Es ist Zeit, das D zu enthüllen und noch etwas anderes“. Ebenso geheimnisvoll das zugehörige Foto. Es zeigt eine Garage mit halbgeöffnetem Garagentor, hinter dem sich die Front eines Autos abzeichnet. Dazu die Botschaft „October 9, 2014“. Das könnte das selbstfahrende Auto sein.

Musk setzt beim selbstfahrenden Auto auf Kameras

Wo bekommt Musk die Technologie her? Einige Medien vermuten von Google. Der IT-Gigant gehört zu Teslas früheren Investoren und hat im Sommer das erste selbstfahrende Auto präsentiert. Der Fahrer drückt lediglich auf einen Knopf, das Fahrzeug orientiert sich selbstständig in der Umgebung. Das funktioniert mit einem rotierenden Laser-Radar-System (Lidar) auf dem Dach, das mit 64 unabhängigen Laserstrahlen eine 3D-Karte erstellt, die der Computer kontinuierlich mit Landkarten abgleicht.

Googles Lidar-System kostet allerdings 70.000 US-Dollar, und das ist Musk ein Dorn im Auge: „Das Problem mit Googles derzeitigem Ansatz ist, dass das Sensorsystem zu teuer ist“, sagte der Milliardär 2013 im Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtendienst Bloomberg. Er wolle daher einen eigenen Autopiloten entwickeln, der Kameras als Augen bekommt. „Es ist besser ein optisches System zu haben, Kameras mit Software, die erkennen können, was in der Umgebung passiert.“

Auch andere Autohersteller tüfteln fleißig am autonomen Auto 

Japans zweitgrößter Autohersteller Nissan hat angekündigt, 2020 sein erstes selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen. Volvo will bis 2017 100 autonome Volvos auf die Straße schicken. Und auch der deutsche Autobauer Mercedes plant offenbar, in Kalifornien Smarts als Leihautos durch die Straßen rollen zu lassen, die über Autopiloten verfügen. 

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Von Patrick Schroeder
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