17.06.2016, 12:10 Uhr | 0 |

100 Jahre BMW So stellen sich Mini und Rolls-Royce die Zukunft auf vier Rädern vor

Zum 100. Geburtstag von BMW putzen sich auch die Töchter heraus: Die Konzernmarken Mini und Rolls-Royce stellen zwei Elektroautos der Zukunft vor – rollende Wohnzimmer mit integrierter Künstlicher Intelligenz. 

Kennen Sie schon den Mini Vision Next 100? Die Fahrzeugstudie zeigt, wie sich die BMW-Tochter Mini die Mobilität der Zukunft vorstellt. Kaufen wird out sein, Carsharing dafür angesagt. „Jeder Mini ist mein Mini“, beschreibt Designchef Anders Warming das Konzept. Und was für ein Mini.

Sobald der Carsharer die gegenläufig angeschlagenen Schwenktüren geöffnet und im Wagen Platz genommen hat, scannt ihn das Bordsystem mit einem biometrischen Scanner und passt den Wagen den persönlichen Vorlieben an. Es ändert sich auf Wunsch beispielsweise kurzerhand der Look des Wagens. Denn die silberne Außenhaut ist ein riesiges Display, das sich der Stimmung des Fahrers anpasst. Andere Farben, Muster oder Graffitis. Alles kein Problem. 

Assistent Cooperizer verwöhnt die Insassen

Der Innenraum des Vision Next 100 ist minimalistisch gestaltet. Typisch Zukunft. Das Armaturenbrett ist lediglich eine schmale Strebe, auf der ein verschiebbares Lenkrad und ein handtellergroßes Kombiinstrument namens Cooperizer sitzen. Als digitaler Begleiter verwöhnt es den Insassen. Ohne dass er überhaupt Wünsche äußern muss, läuft die passende Musik, Lieblingsziele sind ebenfalls nach dem Einstiegen im Navi geladen.

Auf Wunsch übernimmt das Elektroauto auch das Fahren. Der Passagier kann sich dann zurücklehnen und einen Panoramablick auf die Straße genießen – denn die Frontscheibe des 3,62 m kurzen Minis reicht fast bis auf den Boden. Dass die Mini-Ingenieure querdenken können, haben sie auch schon bei ihrem Elektrotretroller gezeigt, den sie Ende 2014 vorgestellt haben.

103 EX von Rolls-Royce erinnert an das Batmobil

Und wie stellt sich Rolls-Royce die Zukunft des Fahrens vor? Das zeigt eine Studie, die auf den Codenamen 103 EX hört und ähnlich gigantisch aussieht wie das Batmobil. Die 5,90 m lange und 1,60 hohe Karosse hat schmale futuristische Scheinwerfer, 28 Zoll große freistehende Räder und statt des klassischen Zwölfzylinders zwei Elektromotoren, die vorne und hinten die Achsen antreiben.

Richtig beeindruckend ist das Einsteigen. Dafür öffnen sich nämlich das kuppelförmige Dach und die nach hinten angeschlagene Tür. Gleichzeitig entfaltet sich eine Trittstufe, die zum Hinsetzen auf einem seidenen Sofa einlädt.

Im Inneren startet Rolls-Royce ein Verwöhnprogramm. Selbst fahren ist natürlich nicht nötig. Ein Lenkrad auch nicht. Das gibt den Blick frei auf einen riesigen OLED-Bildschirm, der Schnittstelle zwischen Insassen und Eleanor ist. Die Assistentin ­– eine Hommage an Eleanor Thornton, die vor über 100 Jahren Modell für die berühmte Kühlerfigur Emily stand – sorgt für Entertainment, navigiert das Fahrzeug und erinnert an Termine und Aufgaben.

Das rollende Wohnzimmer, ähnlich luxuriös wie in der Mercedes-Studie F 015, soll der Besitzer übrigens nach seinem Gutdünken selbst gestalten können. Rolls-Royce setzt dabei unter anderem auf den 3D-Druck, der individuelle Formgestaltung ermöglicht. „Der Genießer von Welt lässt sich nicht nur seinen Anzug, seine Schuhe oder seine Yacht nach den eigenen Vorstellung herstellen, sondern künftig auch wieder sein Auto“, erklärt Designchef Giles Taylor. 

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Von Patrick Schroeder
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