10.01.2017, 08:22 Uhr | 0 |

VW Bulli Buzz Mit diesem Bulli wollen wir in Urlaub stromern

So schnell geht das also, wenn man nur will: Da beschränkt sich VW viele Jahre darauf, Serienmodelle wie Golf und Up mit Elektroantrieben auszustatten. Und jetzt stellt VW innerhalb weniger Monate schon das zweite elektrische I.D.-Modell vor: eine elektrische Hommage an den Bulli. Und was für eine.

Zurück zu den Wurzeln: Was VW da auf der Detroit Motor Show auf seinem Stand präsentiert, ist ein Bulli in Reinkultur. Die Bullis der ersten Stunde hatten vor allem: Platz. Der kleine Motor war hinten platzsparend versteckt, und vorne reichte der Platz praktisch bis zur steil stehenden Windschutzscheibe. Der Elektroantrieb macht es möglich, dass diese alten Zeiten zurückkehren.

Und endlich sorgt VW auch noch für eine schöne Verpackung. Die klobigen Formen eines T5 sind mit dem klassischen Bulli-Design gewichen. Für den Bulli-Effekt sorgen vor allem das typische Zwei-Farb-Design, die flache Schnauze und die lächelnde Front sowie der mit 3,3 m extrem lange Radstand.

Damit setzt der I.D. Buzz, so der Name des neuen Elektro-Bulli, die neue Formensprache fort, die der kompakte I.D. schon gezeigt, den VW im vergangenen Herbst auf dem Pariser Autosalon und jetzt auf der CES in Las Vegas gezeigt hat.

Kompakter I.D. kommt 2020, Bulli Buzz 2022

2020 will VW den viersitzigen I.D. auf den Markt bringen. Zum Preis von rund 30.000 Euro. Zwei Jahre später soll schon der Elektro-Bulli Buzz folgen. Und was kann der Buzz, der ebenso wie der kleinere I.D. auf dem neuen Elektrobaukasten von VW basiert?

Wenn er etwas älter wird, ab dem Jahr 2025, soll der Bulli sogar autonom fahren können. Was für Aussichten: Vorne zockelt der Bulli gegen Süden, hinten spielt die Familie Doppelkopf. Das geht: Denn die vorderen Sitze lassen sich komplett drehen, so dass sich die Insassen um einen Tisch versammeln können. Aber auch Schlafen kann man, weil man die Sitze zu einer Fläche zusammen schieben kann. Bis zu acht Sitze bietet der Buzz. Alle Achtung.

Zwei Tablets für die Bedienung im Cockpit

Ausgenommen spartanisch kommt das Cockpit daher. Instrumente sucht man vergebens: Alle Angaben werden per Head-up-Display auf die Windschutzscheibe und in 3D virtuell auf die Straße gespiegelt. Schalter und Bedienelemente gibt es nicht, bedient wird über ein Touchpad in der Mitte des Lenkrades. Lenkpad nennt das VW. Ausgesprochen passend. Und das Infotainment-System und die Klimaanlage lassen sich über ein herausnehmbares Tablet in der Mittelkonsole steuern.

Mit fast fünf Metern Länge bietet der Elektro-Bulli wirklich viel Platz. VW spricht von außergewöhnlichen Raumdimensionen. Das glaubt man, bietet doch der Elektroantrieb zusätzlich enorme Platzvorteile. Im Fahrzeugboden ist die Batterie untergebracht, zwei Elektromotoren vorne und  hinten mit zusammen 374 PS treiben alle vier Räder an. Von null auf 100 beschleunigt der Bulli in nur fünf Sekunden, das maximale Tempo ist auf 160 km/h begrenzt.

Der 111-kWh-Akku soll mit einem CCS-Stecker mit 150 kW geladen werden. Laut VW wird so innerhalb von 30 Minuten ein Ladestand von 80 Prozent erreicht. Pro Minute Laden wächst die Reichweite um 15 km. Ein voll geladener Akku soll 600 km Reichweite ermöglichen. Ob das auch in einem vollbesetzen Bulli gilt? Wir sind gespannt. 2022 kommt der Bus auf den Markt.

Und wenn Sie lieber mit einem alten Bulli fahren wollen: Der T2 wurde bis Ende 2013 in Brasilien gebaut. Es gibt also noch reichlich fast neue Exemplare.

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Von Axel Mörer-Funk
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