05.01.2015, 15:43 Uhr | 0 |

CES in Las Vegas Mercedes lockt Fachwelt mit dem Auto der Zukunft

Mercedes macht es auf CES 2015 spannend: Daimler-Chef Dieter Zetsche hält in Las Vegas die Eröffnungsrede der weltberühmten Elektronikmesse CES und präsentiert ein neues Concept Car – darauf hofft die Fachwelt. BMW und Audi zeigen derweil neue Lichttechnik und Systeme für pilotiertes Fahren. 

Concept Car von Mercedes
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Das Concept Car von Mercedes ist bislang ein Mysterium. Die Fachwelt hofft, dass Daimler-Chef Dieter Zetsche das Zukunftsgefährt während seiner CES-Eröffnungsrede enthüllt.

Foto: Daimler

Automobil- und Unterhaltungselektronikindustrie verschmelzen zunehmend miteinander. Dafür gibt es zwei aktuelle Beweise: Zum einen eröffnet am 6. Januar auf der Consumers Electronic Show (CES) in Las Vegas – ursprünglich eine Fachmesse für Smartphones, Fernseher und elektronische Gadgets – erstmals der sogenannte Vehicle Intelligence Marketplace.

Dort toben sich Autohersteller mit Soft- und Hardwarekonzepten aus. Sie zeigen, wie autonomes Fahren der Zukunft funktioniert, welche neuen Lichtkonzepte es gibt und wie sich das Auto zukünftig noch besser ins Internet einbinden lässt.

Zum Anderen hält Daimler-Chef Dieter Zetsche die Eröffnungsrede der Messe, die rund 160.000 Fachbesucher anlockt. Die Fachwelt freut sich dabei auf die wahrscheinliche Enthüllung des neuen Concept Cars, das die Mercedes-Vision des Autos der Zukunft zeigt.

Concept Car von Mercedes ist bislang ein Mysterium

Das Auto der Zukunft ist bislang ein Mysterium. In den Medien kursieren lediglich Bilder eines verhüllten Vehikels mit schmalen Fensterbändern, dessen Silhouette an das Forschungsfahrzeug F700 erinnert. Das Magazin auto motor und sport vermutet, dass entweder ein Hybrid-Antriebsstrang oder ein reiner Elektroantrieb unter der Motorhaube steckt. Soweit unspektakulär.

Die eigentliche Sensation des rund fünf Meter langen Gefährts vermuten Experten woanders: nämlich im autonomen Fahren und im Innenraumkonzept. Die Elektronik soll dabei den Besitzer von den klassischen Steueraufgaben erlösen und ihm die Möglichkeit bieten, sein Auto als eine Art Wohnzimmer zu erleben.

Einige Einzelheiten des futuristischen Innenraumkonzepts hatte Mercedes bereits auf der L.A. Auto Show verraten. Fahrer und Beifahrer können die Vordersitze kurzerhand um 180 Grad drehen, sich mit den Passagieren unterhalten oder sich der vollvernetzten Elektronikausstattung des Gefährts hingeben.

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Auch schnurlose Ladetechnik für Elektroautos wird auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert. Die Messe dauert vom 6. bis 9. Januar.

Foto: Britta Pedersen/dpa

Auf Displays erscheinen nicht nur das Internet, sondern auch Passanten, Verkehrsteilnehmer und Gebäude als virtuelle Information. Die Steuerung des Mediencenters soll über Touchscreens, Gesten und Augenerkennung funktionieren.

Audi setzt Zeichen beim pilotierten Fahren

Auch Audi will ein Zeichen beim pilotierten Fahren setzen. Dafür fährt ein umgerüsteter A7 die 900 Kilometer lange Strecke vom Entwicklungslabor im kalifornischen Silicon Valley nach Las Vegas zur CES. 20 Sensoren und mehrere Assistenzsysteme lassen den Wagen namens Jack zwar nicht vollständig autonom fahren, machen ihn aber selbstständig genug, um den Fahrer abseits des Stadtgebiets in vielen Situationen zu entlasten.

Jack kann selbstständig beschleunigen und bremsen, Spurwechsel und Überholvorgänge durchführen und seine Geschwindigkeit den Autos im Umfeld anpassen. Technisch möglich machen das Laserscanner im Grill und in der Heckschürze, eine 3D-Kamera sowie vier kleinere Front- und Heckkameras.

BMW zeigt intelligentes Laserlicht

Auch BMW hat einen Stand auf dem Vehicle Intelligence Marketplace in Las Vegas. Dort zeigt der Autohersteller aus München mit einem Konzeptfahrzeug, welche lichttechnischen Innovationen in Zukunft zu erwarten sind: bei den Frontscheinwerfern etwa das BMW Laserlicht, das dank Vernetzung mit Kameras, Sensoren und Fahrerassistenzsystemen intelligente Beleuchtungsfunktionen ermöglichen soll.

Das Laserlicht selbst ist nicht neu, es kommt bereits serienmäßig im BMW i8 zum Einsatz und erreicht eine Reichweite von 600 Metern – konventionelle Scheinwerfer kommen auf rund 300 Meter.

Bei den Heckleuchten setzt BMW auf organische Leuchtdioden (OLEDs), die anders als LEDs das Licht nicht punktförmig abgeben, sondern bei einer Bauhöhe von 1,4 Millimetern flächig leuchten. 

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Von Patrick Schroeder
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