04.03.2014, 13:16 Uhr | 0 |

Genfer Autosalon 2014 146 Premieren auf der ersten großen Automesse Europas

Mit 146 Welt- und Europapremieren startet in zwei Tagen der Genfer Autosalon 2014, die traditionell erste Automesse des Jahres in Europa. VW präsentiert den T-ROC, eine SUV-Studie im Golf-Format. Lamborghini zeigt den heißersehnten Nachfolger des Bestsellers Gallardo, den Sportwagen Huracán. Und Mercedes trumpft mit einem neuen Luxuscoupé der S-Klasse auf, das sich auf Wunsch mit funkelnden Swarovski-Kristallen bestücken lässt. 

Autosalon in Genf
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Der 84. Autosalon Genf 2014 mit 146 Welt- und Europapremieren findet vom 6. bis 16. März statt. 

Foto: Autosalon Genf

Volkswagen präsentiert in Genf erstmals das neue Sport-Utility-Vehicle (SUV) namens T-ROC. Es handelt sich um ein Concept Car, das unterhalb des Tiguan im Golf-Format angesiedelt ist. Mit einem für VW untypischen Design: Die Frontpartie fällt durch einen wabenförmigen Kühlergrill mit integrierten LED-Scheinwerfern ins Auge. Darunter sind zwei runde Tagfahrlichter installiert.

Trotz einer kompakten Breite von 1,83 Metern wirkt die Silhouette von vorne recht bullig. Das liegt größtenteils an den 19 Zoll Leichtmetallfelgen und dem großen Radabstand. Schmale Seitenfenster sorgen beim Gesamteindruck dann aber wieder für Ausgewogenheit. Eine weitere Besonderheit: Bei gutem Wetter kann der Fahrer zwei Dachteile kurzerhand herausnehmen und im Kofferraum verstauen.

 

Heinz-Jakob Neußer, Technikvorstand bei VW, präsentiert am 03.03.2014 in der Halle Espace Secheron in Genf beim Volkswagen Konzernabend, am Vorabend des ersten Pressetages vom Genfer Autosalon, den VW T-Roc. Foto: Uli Deck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Volkswagen präsentiert auf dem Genfer Autosalon 2014 eine SUV-Studie im Golf-Format: den T-ROC. Er erreicht mit einer Siebengang-DSG eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. 

Foto: dpa/Uli Deck

Unter der Motorhaube verbirgt sich ein Zweiliter-TDI mit 184 PS und einem Drehmoment von 380 Nm. Er beschleunigt den 1420 Kilogramm schweren T-ROC mit 4-Motion-Allradantrieb in 6,9 Sekunden auf 100 km/h und weiter mit einem Siebengang- Doppelkupplungsgetriebe bis auf 210 km/h. Der Normverbrauch liegt laut VW bei 4,9 Litern. Ob und wann der T-ROC in Serie geht, ist noch ungewiss.

Lamborghini zeigt Nachfolger des Gallardo 

Lamborghini zeigt in Genf den Nachfolger des Bestsellers Gallardo: den Sportwagen Huracán. Ein 5,2 Liter großer V10-Mittelmotor mit 610 PS beschleunigt das 1,5 Tonnen schwere Geschoss in 3,2 Sekunden auf 100 km/h.

Mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe und variablem Allradantrieb geht es weiter bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von 325 km/h. Trotz dieser Power liegt der Verbrauch des Zweisitzers bei vergleichsweise bescheidenen 12,5 Litern pro 100 Kilometer. Möglich wird das durch ein Start-Stopp-System, ein optimiertes V10-Triebwerk und einer Karosserie aus Aluminium und Karbon.

Mercedes präsentiert das neue S-Klasse Luxuscoupé mit vorausschauendem Fahrwerk. Es scannt mit einer Kamera die Straße ab und weiß, was zu tun ist, noch bevor der Wagen über Bodenwellen oder Schlaglöcher fährt. Durch das Verstellen der Federbeine kann sich das Gefährt auch aktiv bis zu 2,5 Grad in Kurven hineinlegen. Somit bleibt es im Fahrzeuginneren schön ruhig, wenn der 4,7-Liter-Biturbo-V8 mit 455 PS seine Kräfte spielen lässt. Um die Exklusivität des Luxuscoupés auch Passanten zu beweisen, lassen sich die serienmäßigen LED-Scheinwerfer mit funkelnden Swarovski-Kristallen bestücken.

Koenigsegg One:1 beschleunigt in 20 Sekunden auf 400 km/h

Freunden der Hochgeschwindigkeit dürfte auch der One:1 des schwedischen Herstellers Koenigsegg ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Der Sportwagen hat einen 5,0-Liter-V8-Biturbomotor mit 1360 PS unter der Motorhaube. Tritt man das auf Gaspedal durch, beschleunigt der Flitzer in 20 Sekunden auf 400 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 440 km/h. Ein aktives Luft-Leitwerk sorgt dafür, dass der One:1 bei diesem Tempo nicht zum Flugzeug wird. Der Fahrtwind strömt durch einen Auslass in der Karbonhaube Richtung Heckflügel. Dieser passt seinen Winkel der Geschwindigkeit an und bei 260 km/h beispielsweise einen Anpressdruck von 610 Kilogramm. Beim Abbremsen stellt sich der Heckflügel dann senkrecht gegen den Fahrtwind.

Peugeot 308 ist Car of the Year 2014

Bereits vor der Eröffnung des Genfer Autosalons hat eine internationale Jury aus 58 Automobiljournalisten den Peugot 308 zum Auto des Jahres 2014 gekürt. Beim Peugeot 308 erkenne die Jury an, dass in konventioneller Fahrzeugtechnik noch enormes Entwicklungspotential steckt, sagt Hakan Matson, Autoexperte der schwedischen Wirtschaftszeitung Dagsen Industri. „Der Gewinner beeindruckt mit Gewichtsreduzierung, Raumausnutzung und effizienten Verbrennungsmotoren. Gleichzeitig geht Peugeot mit dem Innenraumdesign des 308 einen großen Schritt vorwärts – es ist klar, komfortabel und ergonomisch.“ 

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Von Patrick Schroeder
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