25.02.2014, 12:49 Uhr | 0 |

Olympia in Pyeonchang Spektakuläre Architektur auch bei den Winterspielen 2018 in Südkorea

Jetzt stehen sie leer, die spektakulären Olympia-Bauten von Sotschi. Und schon richtet sich der Blick auf die Spiele 2018 in Südkorea. Auch dort versprechen die Veranstalter beeindruckende Bauten, auch wenn die Asiaten nur knapp sieben Milliarden Euro verbauen wollen. Erste Bilder der Architektur der Wettkampfstadien schüren schon jetzt die Vorfreude. 

Das Eishockey-Stadion für die Frauenwettbewerbe
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Die Halle Ice Hockey II (links) wird ab März 2014 für die Eishockeywettkämpfe der Frauen gebaut. Sie soll über 6000 Sitzplätze verfügen und gleicht eine Apple-Mouse mit Flügeln.

Foto: Pyeonchang Organizing Committee

Als Sok Ra, Oberbürgermeister von Pyeonchang, am Sonntag in Sotschi stolz die Olympische Flagge in Händen hielt, begann für Südkorea die heiße Phase der Vorbereitung auf die Spiele im Jahr 2018. Zwar ist das Land als Gastgeber nicht unerfahren, er war bereits 1988 Olympia-Ausrichter. Doch die Fußstapfen sind riesig, die Russland mit einem Investment von über 50 Milliarden Euro in punkto Infrastruktur und Architektur hinterlassen hat.

Ähnlich wie in Sotschi wird es auch in Pyeonchang zwei große Wettbewerbszentren geben. Olympiastadion und Arenen für den Eissport liegen direkt an der Küste, im sogenannten Gangneung Costal Cluster. Alle anderen Sportarten finden in Pyeonchang statt, ein Landkreis in den Bergen auf etwa 1000 Höhenmetern. Er sei schneesicher, trotz der Nähe zur Küste, versichern die Koreaner. Dann dürften sich die Salz- und Chemieeinsätze erübrigen, mit denen die Techniker in Sotschi versucht hatten, trotz kräftiger Plustemperaturen die Schneepisten vor dem Auftauen zu bewahren.

Der Bau-Etat beträgt lediglich zwei Milliarden Dollar

Während an der Küste nächsten Monat die Bauarbeiten starten, sind in Pyeochang viele Anlagen bereits fertig. Sieben von 13 Sportstätten sind bereits vorhanden oder schon fertig gestellt iwe das Skisprungstadion mit 26.000 Plätzen.

Pyeonchang hatte bereits zweimal vergeblich versucht, die Rolle des Gastgebers zu ergattern. Mit der Folge, dass bei jeder Bewerbung die Skigebiete weiter ausgebaut wurden. Man fängt also nicht wie Russland bei Null an.

Und entsprechend winzig wirkt im Vergleich der Etat. Das Organisationskomitee spricht von lediglich zwei Milliarden Dollar. Weitere sieben Milliarden sollen in die Infrastruktur fließen, unter anderem in den Bau einer 130 Kilometer langen Autobahn in die Hauptstadt Seoul. Schneller werden die Hauptstädter aber mit dem Zug zu Olympia reisen können: Eine neue Expresslinie soll für die Strecke nur 70 Minuten benötigen.

Südkorea setzt auf unkonventionelle Architektur

Der größte Bauaufwand fällt im Gangneung Costal Cluster an. Hier entstehen ab März 2014 vier neue Arenen. Die Eishockey-Wettkämpfe der Frauen werden in einer Halle stattfinden, die optisch einer Computermaus von Apple mit Flügeln gleicht. Sie bietet Platz für 6000 Zuschauer und trägt bislang den provisorischen Namen Ice Hockey II.

 

In unmittelbarer Umgebung entsteht die Arena Ice Hockey I für die männlichen Olympioniken. Sie ist mit einer Kapazität von 10.000 Sitzplätzen größer und beeindruckt durch eine ungewöhnliche Form: Die Halle ist achteckig, die Oberkanten der Wände sind leicht nach außen gekippt.

Sie ist zudem so konzipiert, dass sie nach den Spielen einfach abgebaut und in Wonju wieder aufgebaut werden kann. Dort trainieren die meisten professionellen Eishockeyteams des Landes. Im Gangneung Costal Cluster entstehen darüber hinaus noch zwei weitere Hallen für Eiskunstlauf und Speed Skating.

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Von Patrick Schroeder
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