03.09.2014, 16:05 Uhr | 0 |

Wettbewerb für Architekten In Frankfurt soll ein Wohnturm im Porsche-Design entstehen

Ganz im Look von Porsche soll im Frankfurter Europaviertel ein Wohnturm mit bis zu 200 luxuriösen Wohneinheiten entstehen – ausgestattet mit anspruchsvollen technischen Details und mit besonderem Augenmerk auf Autos. 20 Architekturbüros kämpfen um den Auftrag, frühester Einzugstermin ist im Jahr 2018.  

Zimmer im Porsche-Wohntum in Miami
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Wie hier im Porsche-Wohnturm in Miami soll auch das Design im neuen Turm in Frankfurt puristisch, funktional und zeitlos sein. Die 20 teilnehmenden Architekturbüros können bis Februar 2015 ihre Entwürfe vorlegen. 

Foto: Porsche Design

Wer das Stadtleben schätzt, aber sein Auto auch im trauten Heim am liebsten gar nicht aus den Augen lassen würde, sollte sich den Turm von Porsche-Design und der Firma P+B Planen und Bauen in Frankfurt einmal näher ansehen. Bisher zwar gerade einmal ein Planungsvorhaben, beinhaltet die Grundidee für den Luxus-Wohnturm im Europaviertel nahe Messe und EZB-Tower einige interessante Details.

Das ganze Haus soll auf die Marke Porsche zugeschnitten werden, heißt es. Das bedeute eine ikonische, unverwechselbare Architektur und ein puristisches, funktionales und zeitloses Design sowie die Verwendung authentischer Materialien wie Glas, Metall und bestimmte Steinsorten, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung Roland Heiler, Chef-Gestalter der Porsche Design Group. Der Fokus liege auf anspruchsvollen technischen Details und einer besonderen Behandlung des Automobils, betonte er.

Hochparkhaus mit direktem Wohnungszugang

Der letzte Punkt könnte zum Beispiel durch ein spezielles Hochparkhaus direkt neben dem noch zu entwerfenden Porsche-Design-Turm erfüllt werden. Zwar werde es wohl keine Autoaufzüge wie beim bereits realisierten 198 Meter hohen Schwesterprojekt in Miami geben, mit dem die fahrbaren Untersätze der Bewohner direkt bis in die Wohnung gehievt werden können, denkbar sind aber direkte Zugänge zu den Appartements, die sich auf gleicher Höhe wie die Parkebenen befinden. Das dürfte den ersten Ideen entsprechend die ersten sechs oder sieben Etagen betreffen. Den Autos soll es wie den Bewohnern an nichts fehlen: Angedacht sind zum Beispiel Elektrotankstellen. Wer einmal nicht mit dem eigenen Auto fahren möchte, soll möglicherweise in derselben Garage eine Carsharing-Station finden.

Allzu hochtrabende Pläne für das erste europäische Markenhaus von Porsche-Design kappt der Frankfurter Hochhausrahmenplan bei 80 Metern plus sechs Metern für die Haustechnik, berichtet faz.net. Aber das bietet immer noch genug Platz für 150 bis 200 Wohneinheiten – von Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements über größere Fünf-Zimmer-Wohnungen bis hin zu Penthouses und Townhouses, die sich über zwei Etagen erstrecken.

Zumindest ein Teil der Wohnungen, deren Zielgruppe wohlhabende Käufer aus dem In- und Ausland sowie Kapitalanleger sind, soll möbliert werden – hier könnten weitere Stücke von Porsche-Design wie zum Beispiel eine Küchenzeile zum Einsatz kommen. Die Stadt Frankfurt zeige sich erfreut über die Baupläne, schreiben die Lokalmedien FAZ und Frankfurter Rundschau: Es entlaste den Wohnungsmarkt und schaffe derzeit stark nachgefragten luxuriösen Wohnraum für einkommensstarke Haushalte, ohne Bewohner anderer Viertel zu verdrängen, heiße es aus dem Rathaus.

Realisierungswettbewerb mit 20 Teilnehmern

Bis die ersten Bewohner einziehen können, fließt aber noch viel Wasser den Main hinunter. Das Gebäude ist bisher nicht einmal geplant: Der nächste Schritt ist ein sogenannter nichtoffener Realisierungswettbewerb, in dessen Rahmen Architekten aus aller Welt Vorschläge für das Gebäudekonzept und für die Gestaltung der Freiflächen machen.

Eingeladen worden sind Delugan Meissl Associated Architects aus Wien, 3XN aus Kopenhagen, Neutelings Riedijk Architecten aus Rotterdam, Stefano Boeri Architetti aus Mailand, MAD architects aus Peking und Neil M. Denari Architects aus Los Angeles. Weitere 90 Büros haben sich für die Teilnahme beworben, von denen voraussichtlich 14 ausgewählt werden. Die insgesamt 20 Büros können dann bis Februar 2015 ihre Entwürfe vorlegen, die sich jedoch eng an ein spezielles Design-Briefing halten müssen. Die Jury, die die Konzepte beurteilt, besteht aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Vertretern der Stadt Frankfurt, des Initiators Planen und Bauen sowie natürlich der Porsche Design Group.

Der eigentliche Baubeginn ist für Anfang 2016 vorgesehen. Die ersten Autos dürfen dann 2018 einziehen, natürlich gemeinsam mit ihren Besitzern. 

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Von Judith Bexten
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