19.10.2016, 11:32 Uhr | 0 |

Londoner Duffy Shelter Dieses Notfall-Haus schützt Opfer von Naturkatastrophen

Duffy Shelter hilft Menschen, die ihr Haus verloren haben. Nach einem Erdbeben oder Wirbelsturm lässt sich das kompakte Notfall-Haus blitzschnell aufbauen. Man braucht lediglich einen Schraubenzieher. 

Duffy Shelter im Krisengebiet
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Schnelle Hilfe nach Katastrophen: Die Mini-Häuser lassen sich in einer Stunde zusammenbauen. 35 Bausätze passen in einen Transporter wie einen Mercedes Sprinter. 

Foto: Duffy London

Simpler kann ein Haus kaum sein: Duffy Shelter besteht aus Decke, Boden, zwei Wänden mit Türen und Lüftungsklappen aus Holz und Blech. In nur einer Stunde lässt sich der Bausatz zu einem 1,85 m langen und 1,42 breiten Mini-Haus zusammensetzen, versprechen die kreativen Köpfe hinter dem Konzept: die Designer des Büros Duffy London. Das Haus ist winzig, bietet aber immerhin einen Schlafplatz für zwei Erwachsene.

Provisorischer Schutz vor Kälte und Nässe

Um für ein Mindestmaß an Komfort zu sorgen, haben die Designer den Mini-Häusern eine Isolierschicht spendiert, die sich in die Deckenverkleidung einziehen lässt. Sie schützt vor der schlimmsten Kälte. Außerdem steht der kleine Wohnsitz auf einem rund 50 cm hohen Sockel. Das schützt die Bewohner in schlammigen Gebieten vor Nässe und Schmutz.

Es steht in den Sternen, ob die Mini-Häuser bei Hilfsorganisationen Anklang finden. Dafür spricht, dass sie kompakt sind. So kompakt, dass sich 35 Bausätze in einem Transporter wie einem Mercedes-Sprinter transportieren lassen. Sie könnten also eine Möglichkeit sein, Menschen in Katastrophengebieten schnell wieder ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Ein ähnliches Konzept hat New York entwickeln lassen. Die Stadt setzt auf Leichtbau-Container, die sich auf Lkws transportieren und mit Kränen stapeln lassen. Die 50 m2 großen Notunterkünfte erzeugen mit Solarzellen Strom und verfügen sogar über Klimaanlage und Balkon. 

Und wenn die Idee von Duffy London im Katastrophenschutz nicht zündet? Dann haben die Designer eine zweite Zielgruppe im Auge: Camper, die das Mini-Haus auf einen Anhänger montieren und damit in die Ferien fahren.

Alternative für Camper: Pop-up-Zelt und Fahrrad-Wohnwagen

Gerade für Camper gibt es aber reichlich Alternativen auf dem Markt: Ein Brite hat das größte Pop-up-Zelt der Welt entworfen, das sogar Solarkraft, LEDs und Hitzeschutz bietet. Und ein Däne will mit dem Wide Path Camper überzeugen – ein Mini-Wohnwagen, der nur 45 kg wiegt und sich selbst mit dem Fahrrad ziehen lässt. 

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Von Patrick Schroeder
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