24.11.2016, 15:12 Uhr | 0 |

Kanin Winter Cabin Dieses Mini-Hotel für Bergsteiger ragt über eine Klippe

Suchen Sie ein Abenteuer? Dann könnte die Kanin Winter Cabin in den slowenischen Bergen das Richtige sein. Die schmale Kabine aus Holz und Aluminium ragt über eine Klippe und ist ein Schlafplatz. Allerdings nicht für Angsthasen. 

Die Kanin Winter Cabin verlangt Gästen einigen Mut ab: Die 2,4 m schmale Box aus Holz und Aluminium ragt zur Hälfte über eine Klippe, gehalten von Stahlseilen. Im Inneren ist das Mini-Hotel zweigeteilt. Auf der Hinterseite, die auf dem Felsen ruht, befinden sich an beiden Außenseiten Sitzbänke und Ablageflächen für das kurze Ausruhen zwischendurch – ein Geweih heißt die Bergsteiger willkommen. 

Auf der Vorderseite, die frei in die Luft ragt, sind drei Böden eingezogen. So entstehen neun Schlafplätze. Der Clou: Alle Schlafebenen bieten über ein Panoramafenster einen spektakulären Ausblick auf das Soca-Tal, den Triglav – den höchsten Berg Sloweniens – und das Adriatische Meer. Ein Ausblick, der für den aufgebrachten Mut mehr als entschädigt.

Wird die Kabine Extremwetter standhalten?

Erfinder der 4,9 m kurzen Kanin Winter Cabin sind Architekten des slowenischen Büros Ofis. Für sie ist das Mini-Hotel ein Experiment. Die Designer erforschen gemeinsam mit auf Holzbauten spezialisierten Ingenieuren Unterkünfte für Bergsteiger.

Die Anforderungen an die Kabine, die ein Helikopter auf den Berg gebracht hat, sind kompliziert: Die Unterkunft soll einerseits so kompakt wie möglich sein und die Natur so wenig wie möglich beeinträchtigen. Und sie muss andererseits extremem Wetter standhalten: Auf der Bergspitze des 2.583 m hohen Kanins sind Regengüsse mit bis zu 363 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Schneefall mit mehr als zehn Metern im Winter nicht ungewöhnlich. Auch Erdbeben kommen vor. Ob die kleine Kabine aus Holz und Aluminium diese Extrembedingungen lange überlebt? Das wird sich zeigen.

Alternative: Lodges an einer Steilwand in Peru

Keine Lust auf Bergsteigen in Slowenien? Kein Problem. Für Hotel-Fans, die einen Kick suchen, bieten sich Alternativen. In Peru gibt es verglaste Lodges, die 400 m hoch in der Steilwand im Heiligen Tal hängen. Oberhalb der Kapsel gibt es eine kleine Plattform, von der aus Gäste ihr Zimmer durch eine Dachluke betreten.

Um dorthin zu kommen, müssen sie entweder an der Steilwand klettern oder einen durch Führungsleinen gesicherten Weg bewältigen. Auch hier ist Mut gefragt. 

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Von Patrick Schroeder
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