29.11.2014, 08:33 Uhr | 1 |

3D-DRUCKER Miniversion für den Hausgebrauch

3D-Drucker erobern den Massenmarkt. Die Technik wurde inzwischen soweit entwickelt, dass sie sich für vergleichsweise kleines Geld auch Privathaushalte leisten können. Und erstmals eine Rolle im Weihnachtsgeschäft spielt. 

3D-Drucker PP3DP Up! Mini
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Für den Hausgebrauch: Den 3D-Drucker PP3DP Up! Mini gibt es derzeit zu einem Preis ab 500 Euro. 

Foto: Tchibo

Mehrere Händler bieten derzeit Drucker an, mit denen sich dreidimensionale Modelle herstellen lassen, darunter Tchibo und Amazon. Sie haben den 3D-Drucker PP3DP Up! Mini zu einem Preis ab 500 Euro im Programm. Mit dem Gerät des chinesischen Unternehmens Delta Micro Factory lassen sich Objekte bis zu einer Größe von knapp zwölf mal zwölf mal zwölf Zentimeter herstellen. Ausgangsmaterial ist Kunststoff, der in Fadenform in verschiedenen Farben und zwei Sorten (Acrylnitril-Butadien-Styrol/ABS und Polylactid/PLA) angeboten wird. Im Internet gibt es zahlreiche Software-Vorlagen für die Eigenproduktion.

Modellbau-Software aus dem Internet

Die Produktionsanweisungen liefert ein Computer, der mit dem Drucker einfach per USB-Stecker verbunden wird. Die Installationssoftware liegt bei, allerdings gibt es keine Anleitung zum Entwerfen von eigenen Figuren. In der Online-Community Thingiverse gibt es Druckersoftware für zahlreiche Modelle. Software für die, die eigene Modelle entwerfen wollen, gibt es unter anderem bei Blender.

Wenn die Steuerungssoftware geladen ist, muss festgelegt werden, ob das Modell massiv werden oder hohl bleiben soll. Sind alle Vorbereitungen getroffen, wird die Software per Knopfdruck an den Drucker geschickt. Die Übermittlung der Daten kann einige Minuten dauern. Der Druck selbst benötigt unter Umständen ein paar Stunden, hat das Online-Portal PCtipp in einem Test vor einem Jahr herausgefunden, als die größere Version des Geräts noch rund 1400 Euro kostete.

Die jetzt in Deutschland angebotene Version Mini ist technisch gleichwertig, nur eben ein bisschen kleiner, sagen die Schweizer. Das Gerät biete „zukunftsweisende Technik, einen extrem großen Spielraum für Kreativität, einfache Bedienung und vor allem genügend 3D-Modelle als Futter“, schwärmen sie. Nutzer berichten allerdings auch von Produktionsfehlern.

Das Modell wird pro Durchgang um 0,2 bis 0,4 Millimeter höher

3D-Drucker bauen die Modelle schichtweise auf einer Bodenplatte auf, die nach Fertigstellung mit einem scharfen Messer abgetrennt wird.

Der Kunststofffaden wird erhitzt, so dass seine Spitze schmilzt, und gemäß der Bauanleitung aus dem Computer, die jetzt im Speicher des Druckers steckt, so geführt wird, dass die Außenkontur des Modells entsteht. Pro Durchgang wächst es um 0,2 bis 0,4 Millimeter.

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Von Wolfgang Kempkens
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kommentare
05.12.2014, 14:22 Uhr Bill Hearts
Wir wollen weniger Plastiktüten beim Einkauf benutzen. Um diese Defizit an umweltschädlichem Kunststoff wieder aufzuholen brauchen wir dringend 3D-Drucker.
Vor einem Jahr war ich kurz davor auf diesen Zug aufzuspringen, bis ich mir überlegt habe, wie viel Schrott damit produziert wird.
Für sinnvolle Anwendungen und kleinere "Reparaturen" mag das ja noch gut sein, aber wenn dann jeder seine persönlichen Schachfiguren und Handyschalen nach etlichen Probedrucken endlich präsentieren kann ....
Schöne bunte Plastikwelt!

Grüße aus dem fernen China in die Heimat

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