23.11.2015, 10:49 Uhr | 1 |

6000 bewegliche Teile Kaum zu glauben: Ein Federn-Cape aus dem 3D-Drucker

Die Illusion echter Federn auf den Schultern verspüren die Trägerinnen des Plumage Capes. Es besteht aus 6000 beweglichen Teilen. Eine aufwendige Schneiderarbeit? Nein! Denn dieses Designerstück stammt aus dem 3D-Drucker. Bislang weltweit einmalig.  

Mit Plumage kommt das weltweit erste kommerzielle Kleidungsstück aus dem 3D-Drucker. Das Cape Projekt des Designstudios Love & Robots und der Kostümdesignerin Niamh Lunny ist eine Interpretation von digitalem Design und 3D-Drucktechnologie.

Mit Plumage setzen sich die Entwickler und Künstler mit Mustern in Gewebe wie Strick und Spitze neu auseinander. Bei dem Federkleidungsstück untersuchen sie die Möglichkeiten, es so zu konstruieren, dass es je nach Trägerin neu gestaltet werden kann.

6000 Einzelteile

Auf den ersten Blick sieht Plumage wie ein Boleo-Jäckchen aus. Es wirkt federleicht. Das liegt wohl auch daran, dass die 6000 Einzelteile wie Federn aussehen und eine gewisse flüssige Bewegung in das Material bringen.

Federn schaffen visuelles Interesse und Bewegung

Das Cape besteht aus verschiedenen Schichten. Als Unterkonstruktion und damit erste Schicht wird ein Kettenhemd verwendet, auf das alle weiteren Schichten folgen. Wie Eierschalen oder übereinandergelegte Federn wirkt das Cape.

Und obwohl alle Teile unabhängig voneinander beweglich sind, wurden sie nicht einzeln in Handarbeit hergestellt und vernäht. Im Gegenteil: Der 3D-Drucker druckte das Cape Plumage in einem Stück aus. Und trotzdem kann jede Trägerin die Federn individuell nach eigenem Geschmack neu anordnen.

Hautfreundliches Nylon

Wer denkt, sich mit dem Cape die Schultern zu zerkratzen, irrt sich. Das hautfreundliche Material „Skin-safe Nylon“ tut nicht weh, sondern es ist sehr leicht und ideal, um es zu einem Kleidungsstück zu verarbeiten.

Videoquelle: Love & Robots

Das Cape ist 4,5 cm dick und wiegt nur 800 g. Wer sich dieses Leichtgewicht gerne umhängen möchte, kann Plumage für 6000 € käuflich erwerben. Das Federstück wird auf Anfrage erstellt. 

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Von Petra Funk
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kommentare
15.02.2016, 11:18 Uhr Progetti
Metallische und nichtmetallische Werkstoffe, die schaumartig sehr viel Luft enthalten, wären auch zur Herstellung von unsinkbaren Schiffen interessant. Man könnte sämtliche Struktur-Elemente aus dem 3D- Drucker selbsttragend herstellen und so gestalten, dass sich ein gekentertes Schiff selbst aufrichtet und an der Wasseroberfläche schwimmt. Alle weiteren Rettungsmaßnahmen werden dadurch deutlich erleichtert.

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