17.03.2014, 14:34 Uhr | 0 |

Pressemitteilung Ingenieureinkommen stiegen 2013 um 2,2 %

Geringste Einkommen weiterhin in Ostdeutschland – Einbußen am Bau – Arbeitszeiten: 69 % arbeiten länger als 40 Stunden pro Woche

Düsseldorf. Die VDI nachrichten, Deutschlands führende Wochenzeitung für Ingenieure, haben am Freitag die größte Gehaltsstudie für Ingenieure in Deutschland vorgelegt. 11.986 Ingenieure bundesweit haben der Zeitung ihre tatsächlichen Einkommensdaten aus dem Jahr 2013 überlassen und damit diese umfangreiche Studie ermöglicht. Vor allem für Unternehmen und Personalmanager ist die Studie interessant, weil sie Vergleichsmaßstäbe zum Einkommensniveau im eigenen Unternehmen liefert. „Nur wer weiß, was andere Unternehmen in der Branche bei vergleichbaren Positionen zahlen, kann beim Recruiting erfolgreich sein“, so Marketingleiterin Ulrike Gläsle.

Der Studie zufolge haben Ingenieure 2013 ihre Einkommen um durchschnittlich 2,2 Prozent steigern können. Ingenieure mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung verdienten im Schnitt 59.800 Euro, das waren rund 1300 Euro mehr als 2012. Allerdings war die Einkommensentwicklung je nach Branche höchst unterschiedlich. Die stärksten Einkommenszuwächse hatten die Ingenieure bei Energieversorgern (plus 5,4 %), in der Elektroindustrie (4,7 %) und der Informationstechnologie (3,1 %).

Dagegen gingen die Einkommen am Bau um 1,8 Prozent oder 1000 Euro auf im Schnitt 52.200 Euro zurück. Selbst bei den Ingenieurbüros und Dienstleistern, die mit 47.500 Euro die geringsten Gehälter zahlen, ging das Niveau um weitere 0,4 Prozent nach unten. Auch in der Chemie gab es ein kleines Minus von 0,4 Prozent. Allerdings liegen in der Chemieindustrie die Durchschnittseinkommen trotzdem mit einem Jahreseinkommen von 70.300 Euro mit Abstand an der Spitze aller Ingenieurbranchen. Nach der Chemie verdienen Ingenieure in der Autoindustrie (64.000 Euro), im Maschinen- und Anlagenbau (61.600 Euro) sowie in der Elektroindustrie und bei Energieversorgern (je 60.000 Euro) am besten.

Stark unterschiedlich sind die Einkommen weiterhin nach Regionen. So liegen die Einkommen in Ostdeutschland immer noch deutlich unter denen im Westen. Die geringsten Einkommen erhalten Ingenieure in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit weniger als 40.000 Euro im Jahr. Die höchsten Einkommen erzielten die Ingenieure in den Ballungsräumen Stuttgart (58.000 Euro), an Rhein und Ruhr (57.600), Nürnberg/München und im Rhein-Main-Gebiet.

Interessant ist auch die Entwicklung der Arbeitszeit. Obwohl 83 Prozent der Ingenieure eine tarifliche Wochenarbeitszeit zwischen 36 und 40 Stunden haben, arbeiten in diesem Rahmen tatsächlich nur knapp 29 Prozent. 47 Prozent kommen dagegen wöchentlich auf 41 bis 45 Stunden, 22 Prozent arbeiten noch länger. Immerhin ist die hohe Arbeitsbelastung in den vergangenen fünf Jahren etwas gesunken: Arbeiteten 2008 noch 32 % aller Ingenieure mehr als 45 Stunden wöchentlich, waren es im vergangenen Jahr nur noch 22 %.

Die Einkommensstudie der VDI nachrichten ist die größte Gehaltsstudie für Ingenieure in Deutschland. Die komplette, fast 200-seitige Studie „Ingenieureinkommen 2002 - 2013“ ist als Buch und CD-ROM erhältlich. Sie kann ab sofort im Internet bestellt werden unter
www.vdi-nachrichten.com/studien

Pressekontakt:
Axel Mörer-Funk, Tel. 0049 – 170 40 37 880
e-mail: spress@netcologne.de

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