28.10.2013, 13:55 Uhr | 0 |

Musik-Videos für zehn Dollar im Monat Youtube startet offenbar noch in diesem Jahr einen Bezahlkanal

Die Video-Plattform Youtube will künftig zweigleisig fahren und einen Bezahlkanal starten. Für zehn Dollar pro Monat sollen die Nutzer eine Flatrate mit werbefreien Musik-Videos buchen können. Nach Informationen des Musikportals Billboard will Youtube den neuen Dienst noch in diesem Jahr starten.

Youtube in Deutschland nur eingeschränkt verfügbar
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Youtube plant die Einrichtung eines Bezahldienstes noch in diesem Jahr. In Deutschland müsste dafür aber zuerst der jahrelange Streit mit der Gema über Lizenzgebühren ausgeräumt werden.

Foto: dpa/Jens Büttner

Youtube will auch weiterhin ein kostenloses Angebot mit Werbeeinblendungen zur Verfügung stellen Auch bei dieser Variante sollen die Anwender nach Insider-Informatioen vollen Zugriff auf Songs und Videos bekommen.

Die geplante Flatrate soll den Youtube-Kunden für zehn Dollar im Monat den werbefreien Zugang zu einem festgelegten Katalog von Musik-Videos ermöglichen. Die Abonnenten sollen darüber hinaus die Musik-Videos herunterladen und offline auf Smartphones und Tablets abspielen können. Als weiteren Vorteil sollen die zahlenden Kunden ganze Alben herunterladen können. Bislang stellen die Künstler meist nur einen oder zwei Songs auf die Plattform.

Laut Billboard sind die Lizenzrechte für die Musik-Videos bereits über die Youtube-Mutter Google geklärt. Der Konzern hat in diesem Jahr Vereinbarungen mit der Warner Music Group im März und später mit Sony Music Entertainment und der Universal Music Group getroffen. Die Übereinkunft habe sowohl Googles All Access-Dienst, als auch einen Youtube-Musikdienst betroffen.

Seit vier Jahren Streit mit der Gema

Um die Flatrate auch Youtubern in Deutschland schmackhaft zu machen, muss die Video-Plattform eine wichtige Voraussetzung schaffen: sich mit der Musikverwertungsgesellschaft Gema einigen. Bereits vier Jahre währt der Streit über die Höhe der Lizenzgebühren, die die Plattform an die Gema zahlen soll. Diese Auseinandersetzungen sind der Grund dafür, warum Youtube-Nutzer häufig statt des gewünschten Musik-Videos den Hinweis sehen „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar.“

Youtube hat die Flatrate-Pläne offiziell bisher nicht weiter kommentiert. „Wir arbeiten immer an neuen und besseren Möglichkeiten, mit denen Nutzer Youtube-Inhalte auf allen Bildschirmen in Anspruch nehmen können, und daran, unseren Partnern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Fans zu erreichen“, sagte ein Sprecher lediglich.

Mehr kostenpflichtige Musik-Anbieter im Internet

Youtube wäre nicht der erste Anbieter von kostenpflichtigen Musik-Videos. Mit Ampya steht in Deutschland bereits ein anderer Dienst zur Verfügung, der Musikvideos im Abo-Modell anbietet. Kostenlos dagegen ist das Angebot der neuen Musik-Plattform Vevo, die erst kürzlich auch in Deutschland online gegangen ist. Vevo finanziert sein Angebot über Werbung – wie Youtube bislang auch.

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Von Andrea Ziech
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