22.03.2014, 07:00 Uhr | 0 |

Mit der Uhr direkt telefonieren Samsung plant Smartwatch mit eigener Mobilfunkanbindung

Mit der Uhr gleich ins Netz – Samsung plant nach Medienberichten eine Smartwatch mit einem Mobilfunkmodul. Die neue Variante der Smartwatch Gear könnte dann alles, was ein Smartphone auch kann.

Smartwatch Galaxy Gear
Á

Bislang benötigt die Smartwatch Gear von Samsung zum Telefonieren oder für die Verbindung ins Internet eine Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone. Das soll sich offenbar ändern. Die nächste Generation der intelligenten Uhr soll ein eigenes Mobilfunkmodul erhalten. 

Foto: Samsung

Bislang verdienen die Smartwatches auf dem Markt ihren Namen eigentlich noch nicht: Zum Telefonieren oder für die Verbindung ins Internet brauchen sie eine Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone. Nach Informationen des „Korea Herald“ könnte sich das bald ändern. Danach plant Samsung, eine neue Version seiner Smartwatch Gear mit einem USIM (Universal Subscriber Identity Module). USIM ist eine Datenkarte wie die SIM-Karte fürs Handy, auf der meist auch die Daten des Providers für den UMTS-Zugang gespeichert sind. Samsung führt anscheinend bereits Verhandlungen mit dem größten Provider in Südkorea, der SK Telecom.

Unabhängig vom Handy

Die Hersteller der Smartwatches waren bei ihren neueren Modellen schon dazu übergegangen, mehr Funktionen direkt in die Uhr zu integrieren. So verfügt Samsungs Smartwatch Gear 2, die demnächst auf den Markt kommt, beispielsweise über einen eigenständigen Bluetooth-Musikplayer. Die Ausstattung mit einem USIM könnte die Smartwatch nun vollends unabhängig von der Verbindung zu einem Handy machen. Direkt mit der Uhr könnten dann Anrufe getätigt oder angenommen werden. Auch für die übrigen Funktionen wie Benachrichtigungen oder Fitness-Tracking wäre kein Smartphone mehr erforderlich.

Auf diese Weise könnten die tragbaren Geräte attraktiver werden. Bislang gibt es nur wenige Käufer – mehr als 200 Euro sind viel Geld für eine Uhr, die überwiegend als Fernbedienung für das Smartphone dient. Als Smartphone-Ersatz haben die Uhren allerdings eine Reihe von Nachteilen. Zum einen schränkt das kleine Display (1,6-Zoll misst es beim Gear 2) die Funktionen ein. So ist es beispielsweise zum Anschauen von Filmen wenig geeignet – und selbst das Lesen längerer E-Mails ist wenig komfortabel.

Nur wenig Akkulaufzeit

Außerdem sind die in aktuellen Smartwatches verbauten Komponenten längst nicht so leistungsfähig wie die von Smartphones. Ein weiteres Problem ist die Akkulaufzeit. Rund einen Tag soll der Akku bei der Gear 2 Strom liefern – allerdings ohne die Verbindung ins Netz, die die Laufzeit noch mal erheblich verkürzen würde.

Für Europa allerdings bleibt das ohnehin vorläufig Zukunftsmusik. Eine Kooperation mit der südkoreanischen Telecom würde die Samsung-Smartwatch nur dort zu einem echten mobilen Gerät machen.

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Von Andrea Ziech
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