06.10.2014, 15:21 Uhr | 0 |

Prozessoren für iPhone 7 Samsung baut gigantische Chip-Fabrik für 11,6 Milliarden Euro

Eine neue Chipfabrik für 11,6 Milliarden Euro baut Samsung direkt am Produktionsstandort in Pyongtaek bei Seoul. Möglicherweise fertigt der südkoreanische Elektronikkonzern dort auch die neuen Prozessoren für Apples iPhone 7. 

Samsung-Shop in Hanoi in Vietnam
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Samsung-Shop in Hanoi in Vietnam: Samsungs Smartphone-Sparte verliert derzeit Marktanteile an Billiganbieter aus China. Eine Fokussierung auf Prozessoren könnte den sinkenden Konzerngewinn aufhalten. 

Foto: dpa/Luong Thai Linh

„Unsere Investition in die neue Fertigungsanlage wird einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunftsgestaltung des Halbleitergeschäfts haben“, sagt Samsung-Geschäftsführer Oh-Hyun Kwon. Die 790.000 Quadratmeter große Anlage in Pyongtaek bei Seoul werde die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken und helfen, „die wachsende Nachfrage nach hoch entwickelten Halbleiterprodukten zu decken.“

Im ersten Halbjahr 2015 soll der 11,6 Milliarden Euro teure Bau starten, in der zweiten Jahreshälfte 2017 soll die Fabrik in Betrieb gehen. Bislang hat der Konzern Fabriken für Speicherchips in Hwaseong und für Logikchips (Prozessoren) in Giheung.

Samsung liefert Prozessor für Apples iPhone 7

Und was genau will der weltgrößte Hersteller von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern in dieser Fabrik produzieren? Darüber hüllt sich der Konzern offiziell noch in Schweigen. Er ist allerdings im April 2014 eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Halbleiterhersteller Globalfoundries eingegangen, um die nächste Chip-Generation für Apples iPhone 7 zu entwickeln. Das war bislang der Job des taiwanesischen Herstellers TSMC.

Die neuen Chips sollen laut Samsung bei um 35 Prozent verringerter Leistungsaufnahme und geringerem Platzbedarf eine 20 Prozent höhere Taktfrequenz ermöglichen. Das eignet sich auch hervorragend für die Zukunftsmärkte der Wearables, Smart Homes und vernetzten Autos. Laut Onlineportal Golem startet die Vorserienproduktion Ende 2014.

Samsungs Smartphone-Sparte schwächelt

Für Samsung ist es wichtig, die Chip-Sparte auszubauen. Bei den Smartphones sieht es derzeit nämlich nicht rosig aus, zu groß ist die Konkurrenz durch Apples iPhone und die günstigen Geräte des chinesischen Herstellers Xiaomi, der für sein Flaggschiff Mi4 umgerechnet nur 240 Euro verlangt. Samsungs neuer König der Smartphones, das Galaxy Note 4, kostet 847 Euro.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Samsung Galaxy II (l) und ein Apple iPhone IV liegen am 28.08.2012 nebeneinander. Im zweiten Patentprozess von Apple und Samsung in Kalifornien haben jetzt die Geschworenen das Wort. Seit Dienstag beraten sie über Apples Schadenersatz-Forderung von 2,2 Milliarden Dollar. Apple wirft dem Smartphone-Marktführer Samsung die Verletzung von fünf Patenten vor. Samsung weist die Anschuldigungen zurück Foto: Andreas Gebert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Smartphones von Samsung und Apple: Samsung will für 11,6 Milliarden Euro eine neue Chip-Fabrik in Korea bauen. Offiziell verrät Samsung noch nicht, was die neue Fabrik herstellt. Doch die Vermutung liegt nahe, dass es sich um besonders leistungsstarke Prozessoren für Apple handelt. 

Foto: dpa

„Halbleiter sind Samsungs langjähriges Kerngeschäft, von der Mobil-Sparte kann das Unternehmen nicht mehr ein so starkes Wachstum erwarten“, sagt Analyst Lee Min Hee der US-amerikanischen Nachrichtenagentur Bloomberg. „Der Konzern tätigt jetzt eine enorme Investition in die Zukunft.“

Konzerngewinn sinkt um 24,5 Prozent

Laut Bloomberg lag der Gewinn der Samsung Chip-Sparte im dritten Quartal 2014 bei 1,6 Milliarden Euro – 700 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. Der gesamte Gewinn des Konzerns lag im dritten Quartal 2014 bei 7,12 Milliarden US-Dollar – das entspricht einem Absturz von 24,5 Prozent im Vergleich zu 9,43 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. 

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Von Patrick Schroeder
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