24.04.2014, 14:32 Uhr | 0 |

Trotz Facebook-Übernahme Nutzerzahlen des Messengers WhatsApp steigen rasant

WhatsApp wächst auch nach der Übernahme durch Facebook rasant weiter, den vielen kritischen Stimmen zum Trotz. Mehr als eine halbe Milliarde monatlich aktive Nutzer zählt der Messenger inzwischen weltweit.

WhatsApp CEO Jan Komm auf der Digital-Life-Design (DLD) Konferenz im Januar in München
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Jan Komm auf der Digital-Life-Design (DLD) Konferenz im Januar in München. Der 37-jährige Gründer und Betreiber von WhatsApp macht den Messenger zum Welterfolg. Schon in wenigen Jahren könnte die Milliarden-Marke monatlich aktiver Nutzer geknackt sein. 

Foto: dpa/Marc Müller

Im Februar hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg WhatsApp für 19 Milliarden Dollar gekauft. Der Handel ist noch nicht in trockenen Tüchern, aber seine Prognose scheint sich schon zu bestätigen, dass der Messenger-Dienst in wenigen Jahren die Milliarden-Grenze monatlich aktiver Nutzer knackt.

Dabei waren dem Verkauf von WhatsApp an Facebook zunächst Proteste in den Internet-Communities gefolgt. Viele Nutzer hatten angekündigt, aus Datenschutzgründen und wegen Sicherheitsproblemen auf einen anderen Messenger umzusteigen. Tatsächlich ist der schweizerische Messenger Threema, der als besonders sicher gilt, seitdem in Deutschland die beliebteste App im Apple-Appstore.

WhatsApp wächst besonders schnell in Brasilien, Russland und Indien 

Nutzer in anderen Ländern sehen das möglicherweise nicht ganz so kritisch. Am schnellsten wächst WhatsApp derzeit in Brasilien, Mexiko, Russland und Indien. Allein in Indien gibt es mittlerweile mehr als 48 Millionen monatlich aktive Nutzer – das ist ein Zuwachs um vier Millionen seit Februar. „Unsere Nutzer übermitteln jeden Tag mehr als 700 Millionen Fotos und 100 Millionen Videos“, heißt es dazu im Blog des Unternehmens. „Wir könnten so weitermachen, aber im Moment ist es wichtiger, dass wir zurück an die Arbeit gehen – denn hier bei WhatsApp haben wir gerade erst angefangen“.

Anfang April hatte die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission die Übernahme durch Facebook genehmigt, WhatsApp aber mit Nachdruck daran erinnert, seine Zusagen hinsichtlich des Datenschutzes einzuhalten. Die Genehmigung durch die internationalen Behörden steht allerdings noch aus.

Deutsche Stiftung Warentest beäugt WhatsApp kritisch

WhatsApp-Gründer und CEO Jan Koum hatte mit der Ankündigung zur Übernahme betont, dass WhatsApp auch künftig werbefrei bleibe. Außerdem versicherte er, dass der Verkauf an Facebook den Datenschutz des Messaging-Dienstes nicht gefährde. Die deutsche Stiftung Warentest hält den Messenger in Sachen Datenschutz allerdings schon jetzt für sehr kritisch.

Alles in allem scheint das die Nutzer aber nicht abzuschrecken. Seite Juni des vergangenen Jahres hat WhatsApp die Nutzerzahlen verdoppelt, Ende 2013 meldete der Messaging-Dienst dann 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat, im Februar waren es bereits 450 Millionen.

Und auch die Entwicklung geht weiter: Der nächste Schritt für WhatsApp wird die Einführung von Sprachdiensten sein. Sie sollen im zweiten Quartal zur Verfügung stehen. Sie werden zunächst auf Android-Geräten und dem iPhone Einzug halten. Windows Phone und Blackberry sollen folgen.

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Von Andrea Ziech
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