13.07.2015, 16:16 Uhr | 1 |

DS und Wii Nintendo-Chef Satoru Iwata an Krebs gestorben

Er brachte den Nintendo DS und die Wii in die Kinder- und Wohnzimmer dieser Welt. Nintendo-Chef Satoru Iwata ist am Samstag im Alter von nur 55 Jahren an Krebs verstorben. 2002 hatte er die Konzernleitung vom legendären Firmenchef Hiroshi Yamauchi übernommen und das Unternehmen durch erfolgreiche und auch schwierige Jahre geführt.

Mario und Luigi von Nintendo
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Als Präsident setzte Satoru Iwata auf die Zugkraft legendärer Nintendo-Figuren. Mario und Luigi wurden von einem seiner möglichen Nachfolger, Shigeru Miyamoto, erschaffen.

Foto: Michael Nelson/dpa

„Nintendo bedauert zutiefst zu verkünden, dass Präsident Satoru Iwata am 11. Juli 2015 an einem Gallengang-Tumor verstorben ist“, informiert der japanischen Spiele- und Konsolenherstellers Nintendo heute in einer Pressemitteilung. Im Dezember wäre er 56 geworden. Iwata hatte 2002 die Führung des Konzerns von Hiroshi Yamauchi übernommen. Der war der dritte Präsident des 1889 als Hersteller von Spielkarten gegründeten Familienunternehmens und hatte der Firma mit Videospielen und der Erfindung der Handheld-Konsole Gameboy ein explosives Wachstum beschert.

Iwata brachte Wii und Nintendo DS auf den Markt

Sein Nachfolger Iwata war der erste Präsident, der nicht aus der Unternehmerfamilie Yamauchi stammte. Sowohl als unabhängiger Spieleentwickler, als auch als Mitarbeiter einer kleineren Softwareschmiede begann der Informatiker schon 1982 für Nintendo zu arbeiten. Aber erst im Jahr 2000 kam er zu Nintendo. Unter seiner Führung kam die erfolgreiche Spielekonsole Wii auf den Markt und die Handheld-Konsole Nintendo DS, ebenso die Nachfolger Wii U und der Nintendo 3DS.

In den letzten Jahren hatten sich die Unternehmensergebnisse jedoch verschlechtert, Nintendo wurde von Sony und Microsoft überholten, die dem Unternehmen mit den Spielekonsolen PlayStation und der X-Box Konkurrenz machen. Die Branche leidet insgesamt auch darunter, dass immer mehr Spiele für kleines Geld oder sogar kostenlos im Internet geladen werden können und als Apps auf Smartphones und Tablets gespielt werden.

Im März dieses Jahres hatte Nintendo eine Allianz mit dem japanischen Spiele-Anbieter DeNA verkündet, mit dem man endlich Spiele für Smartphones und Tablets entwickeln werde. Bis dahin hatte sich Iwata vor der Entwicklung und Vermarktung von Spiele-Apps gescheut. Stattdessen hatte er sich auf Videospiele für die Konsole Wii U und das Handheld 3Ds konzentriert und versucht, mit legendären Spielfiguren wie Klempner Mario und Pokémon Pikachu wieder Gewinne zu machen.

Ebenfalls im März verriet Iwata, dass Nintendo an der Spielekonsole der nächsten Generation arbeite, Codename NX. Details würden im kommenden Jahr bekannt gegeben. Vor kurzem ging das Unternehmen eine Allianz mit Universal-Parks & Resorts ein. Geplant sind Themenparks mit Nintendo-Figuren.

Legendärer Spieleentwickler Miyamoto als Nachfolger

Zunächst werden die Manager Genyo Takeda und Shigeru Miyamoto das Unternehmen führen. Der 63-jährige Miyamoto, der seit 1977 für Nintendo arbeitet, leitet Nintendos Hauptentwicklungsabteilung Nintendo Entertainment Analysis & Development (EAD). Das Time Magazine nannte ihn „The Spielberg of Video Games“. Er erschuf unter vielen anderen die beliebten Videospiele „Super Mario Bros“ und „The Legend of Zelda“. Er hatte auch die Idee zur Wii Fit. Sein erstes Meisterstück war das erste Jump `n` Run-Spiel „Donkey Kong“, das Nintendo im Jahr 1981 für Arcade-Automaten auf den Markt brachte.

Der noch junge Spieleentwickler Genyo Takeda kam im Jahr 2006 zu Nintendo. Er verantwortete bereits diverse Spiele für Wii und Wii U sowie Nintendo DS und 3Ds. 

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Von Susanne Neumann
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kommentare
18.08.2015, 22:53 Uhr Progetti
Man erfährt von Prominenten von einer Krebserkrankung leider erst dann, wenn jede Hilfe vergebens oder zu spät ist. Der prominente Krebspatient geniert sich, seine Krankheit im Internet bekannt zu geben. Aber bei Bekanntmachung der Krankheit würden sich mehr kompetente Professoren melden, die sich ihres Erfolges gewiss sind, und der Patient könnte unter verschiedenen Methoden frei wählen. Die erfolgreichen Methoden kämen dann auch den Nichtprominenten zugute!
Die Krebstherapeuten sollten pro Krebsheilung (komplette Remission länger als 6 Jahre) von der Klinikleitung eine Sonderprämie bekommen, damit die Intelligentesten unter den Krebstherapeuten zum Zug kommen, dann würde nach drei bis vier Jahren fast jeder Krebs heilbar sein.
Die Pharma- Firmen sollten für Krebstherapeutika, die in mehr als 90 Prozent zur Heilung führen, deutliche Steuererleichterungen bekommen, als Anreiz für ausgezeichnet wirksame Krebstherapeutika.
Das ist nur ein Vorschlag, ob danach gehandelt wird, das ist eine andere und gute Frage!

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