16.04.2015, 10:54 Uhr | 0 |

GRUSS AN DIE ISS Gigantische Botschaft im Wüstensand

Es ist eine Marketingaktion, aber eine mit Gänsehautfaktor: 5,5 Quadratkilometer groß ist die Botschaft, die Hyundai für ein Mädchen aus Texas in den Wüstensand malen ließ – mithilfe der Reifen von elf Autos.

Liebesbotschaft made by Hyundai
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Größer als der Central Park in New York ist die Botschaft an den Vater und ISS-Astronauten.

Foto: Hyundai Motor Company

„Steph loves you“ – die Botschaft, in den Sand eines ausgetrockneten Sees in Nevada gemalt, ist größer als der Central Park in New York. Groß genug, um von der Internationalen Raumstation aus gesehen zu werden. In 400 Kilometern Höhe kreist die ISS um die Erde, an Bord ein amerikanischer Astronaut, dessen 13 Jahre alte Tochter Stephanie in Texas auf die Rückkehr ihres Vaters aus dem All wartet.

Der Autohersteller Hyundai hat ihr die Botschaft in den Weltraum ermöglicht. Eine PR-Aktion, in die die Koreaner viel investiert haben. Ein internationales Team aus Experten unternahm eine Reihe von Expeditionen, um den besten Platz zu finden. Sie untersuchten viele geografische und meteorologische Faktoren, analysierten monatelang die Daten und entschieden sich schließlich für den Delamar Dry Lake in Nevada.

Liebende verbinden…

Genau 5,55 Quadratkilometer misst die in den Sand gemalte Botschaft nun. Das Guinness Buch der Rekorde hat diese Aktion schon als die größte Reifenspur weltweit anerkannt. Die PR-Abteilung von Hyundai greift vor lauter Begeisterung ganz tief in die Kiste der gefühlsduseligen Werbesprache: „Entfernung ist kein Hindernis für Hyundai bei der Verbindung von Liebenden“, heißt es da etwa. Eine Marke, die ihre Kunden quasi mütterlich umsorgt – so stellt sich der Autobauer dar.

Natürlich wird nicht vergessen zu erwähnen, dass es für den Erfolg der Aktion ganz besondere Autos brauchte. Elf Exemplare eines Modells, das auf den nicht minder hoch gegriffenen Namen „Genesis“ hört. „Herausragende Motorperformance, präzises Handling und exzellente Spurstabilität“ seien nötig gewesen, um die Botschaft mit den Reifen in den Sand zu schreiben.

Teures Spaßfahrzeug mit hohem Verbrauch

All diese Qualitäten verspricht Hyundai bei seiner „Schöpfung “. Genesis wird vermarktet als eine Vision für die Zukunft, die schon real geworden ist. Seit 2014 ist das Modell auch in Deutschland zu haben. Ob es unbedingt für die Zukunft der Mobilität steht, kann jeder selbst entscheiden: Mit einem Verbrauch von 11,6 Liter auf 100 Kilometern und einem Co2-Ausstoß von 270 Gramm pro Kilometer ist die mindestens 65.000 Euro teure Limousine jedenfalls kein primär umweltschonendes Gefährt…

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Von Werner Grosch
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