20.11.2014, 14:44 Uhr | 0 |

Airbus sticht Boeing aus Delta Airlines beschert Airbus einen amerikanischen Milliardenauftrag

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta-Airlines hat mit der Order von 50 Fliegern einen Milliardenauftrag an Airbus erteilt. Das kommt unerwartet. Der europäische Flugzeugbauer schnappt dem US-amerikanischen Konkurrenten Boeing den Auftrag weg.

Flugzeug der Delta Airlines
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Delta Airlines hat keine Lust mehr auf Boeing: Die drittgrößte Fluggesellschaft der USA trennt sich bis 2016 von vielen Boeing-Maschinen in der Flotte und setzt beim neuen Milliarden-Auftrag auf Airbus.

Foto: Soeren Stache/dpa

Delta Airlines ordert nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters 50 Flugzeuge bei Airbus. Die rund 14,3 Milliarden US-Dollar schwere Bestellung umfasst 25 Maschinen vom Typ A350-900 und 25 Flieger des A330neo.

Geschäft könnte schon in einigen Tagen abgeschlossen sein

Die Vertragspartner geben bisher noch keine offizielle Stellungnahme ab. Doch verschiedene Medien wie Leeham News, Bloomberg und Seattle Times berichten bereits über das anstehende Geschäft. Sie spekulieren, dass es schon in einigen Tagen abgeschlossen sein wird.

Delta Airlines, die drittgrößte Fluggesellschaft in den USA, hatte den Großauftrag im März 2014 ausgeschrieben und damit einen Konkurrenzkampf der Flugzeugbauer ausgelöst.

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Erstlandung des neuen Airbus A350 XWB am 25. Juli 2014 in Frankfurt am Main: Das Großraumflugzeug fliegt mit Triebwerken von Rolls-Royce.

Foto: Boris Roessler/dpa

Für den US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing ist die Entscheidung ein harter Schlag. Denn bisher galt Delta Airlines als zuverlässiger und loyaler Kunde. Der Flugzeugbauer hatte die Fluggesellschaft 2007 in der Insolvenzphase unterstützt, um eine Übernahme durch US Airways abzuwenden. Doch jetzt fliegen die Boeing-Maschinen aus der Flotte: Bis Ende 2016 sollen die 16 verbliebenen Boeing 747-400 in Rente gehen, ebenso einige der 767-300.

Airbus muss in der Produktion nun Gas geben

Airbus wird also in der Produktion nun noch mehr zu tun haben. Der Flugzeugbauer hat erst kürzlich angekündigt, neue Großtransporter vom Typ Beluga bauen zu wollen, um in der A350-Produktion Flügel und Rumpfteile zwischen den Airbus-Standorten hin- und herfliegen zu können. Zuvor hatte Airbus an jedem Standort neue Hallen errichtet, um die aktuellen Belugas auch bei schlechtem Wetter termingerecht entladen zu können.

Auch Nachfrage nach dem Airbus A330-900neo könnte mit dem riesigen Deal einen weiteren Anschub erhalten. Die aktuelle Maschine fliegt mit Triebwerken von Rolls-Royce und verspricht eine Einsparung des Treibstoffverbrauches um 14 Prozent. Zuletzt hat die indische Fluglinie IndiGo 250 Exemplare bestellt.

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Von Petra Funk
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