03.11.2016, 11:53 Uhr | 0 |

Apple-Fans verärgert Apple lässt seinen berühmten Startakkord verstummen

Adieu Fis-Dur-Klang: Beim neuen MacBook Pro hat Apple den klassischen Startakkord zu Grabe getragen. Gemeinsam mit anderen beliebten Features. Kann es sich der Konzern leisten, seine treuen Fans so unnötig zu verärgern?

Apple-Gründer Steve Jobs
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Der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs mit Laptop: Sein Nachfolger Tim Cook hat gerade den von Jobs eingeführten Begrüßungston zum Starten eines Macs abgeschafft. Die Apple-Fans sind not amused.

Foto: Tony Avelar/dpa

Den Laptop aufklappen, anschalten und den Fis-Dur-Ton als Willkommensgruß hören: Für viele Apple-Fans ist dieses Ritual absoluter Kult. Es ist auch eine Erinnerung an den verstorbenen Unternehmensgründer Steve Jobs, der den klassischen Sound 1998 eingeführt hatte – erstmals im iMac G3. Doch unter dem jetzigen Chef Tim Cook ändern sich die Zeiten. Das neue MacBook Pro hat keinen Startton mehr. Stattdessen Stille nach dem Booten. Warum?

Grund: MacBook Pro bootet beim Aufklappen automatisch

Der Grund für den Tod des Starttons ist eine technische Neuerung: Beim MacBook Pro gibt keine Funktionstasten mehr. Stattdessen hat Apple eine futuristische Touchleiste über der Taststatur eingeführt, die eine flexiblere und schnellere Programmbedienung ermöglichen soll. Und mit den Funktionstasten ist auch der klassische An-Aus-Schalter weggefallen.

epaselect epa05606203 Tim Cook, CEO of Apple Inc., looks on as guests inspect the new MacBook Pro computer shown in a demo room, following the announcement of new products at the Apple Headquarters in Cupertino, California, USA, 27 October 2016. EPA/TONY AVELAR +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Kein Startton, kein beleuchtetes Logo, kein MagSafe: Apple-Chef Tim Cook bricht beim neuen MacBook Pro mit alten Traditionen. 

Foto: Tony Avelar/dpa

Der Laptop startet beim Aufklappen automatisch. Ein ständiger Startakkord wäre dabei vermutlich nervtötend.

Zweiter Schock: Der beliebte MagSafe-Connector ist weg

Die Stille ist nicht das Einzige, was Apple-Fans verzweifeln lässt. Auf dem Friedhof der Kult-Features liegt auch der patentierte MagSafe-Connector – der magnetische Stromstecker, der sich beim Stolpern über das Kabel vom Gerät löste und in den letzten Jahren vermutlich tausende Geräte vor Sturzschäden bewahrt hat. Stattdessen lädt das Gerät jetzt über vier Thunderbolt-3-Anschlüsse, die dem USB-C-Standard entsprechen.

Dritter Schock: kein beleuchtetes Apple-Logo mehr

Wenn Tim Cook Kahlschlag betreibt, dann auch richtig. Deswegen müssen sich Fans auch damit abfinden, dass die neuen MacBook Pro kein beleuchtetes Apple-Logo mehr haben – ein weiteres legendäres Alleinstellungsmerkmal, das Steve Jobs 1999 erstmals im Powerbook G3 etabliert hatte. Bei den Macbooks verschwand das Statussymbol bereits im letzten Jahr. Das Logo ist auf den silbernen Geräten nun schwarz und unbeleuchtet.

epaselect epa05606193 Tim Cook, CEO of Apple Inc., introduces the new updated Apple Macbook Pro line during an event at the Apple Headquarters in Cupertino, California, USA, 27 October 2016. EPA/TONY AVELAR +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Das neue MacBook Pro startet beim Aufklappen automatisch. Deswegen ertönt kein Startton mehr.

Foto: Tony Avelar/dpa

Kein Sound, kein MagSafe, kein beleuchtetes Logo: Apple stellt seine Fans auf die Probe. Die Frage ist, ob jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Denn Konkurrent Microsoft hat die Zielgruppe der Mac-User ins Visier genommen. Der IT-Riese hat jüngst mit einem edel designten und leistungsfähigen PC überrascht, der optisch an den iMac erinnert, aber viel mehr kann. So hat er sogar als Desktop-Computer ein Touchdisplay und lässt sich hinlegen. Die Idee hätte auch von Apple sein können. 

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Von Patrick Schroeder
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