11.11.2014, 14:58 Uhr | 0 |

Mehr Service in Unternehmen Apple will mit IBM Marktanteile unter Geschäftskunden gewinnen

Das IT-Unternehmen Apple wirbt verstärkt um Geschäftskunden. iPhones und iPads mit speziellen Apps für bestimmte Branchen sollen helfen, die Apple-Rückgänge auf dem Privatkunden-Markt auszugleichen.

Meldung zur Kooperation von Apple und IBM
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Apple und IBM wollen künftig auch verstärkt Software für Unternehmen anbieten. Damit will Apple seinen Hardware-Absatz ankurbeln. Im Bild die Meldung zur verstärkten Zusammenarbeit beider Unternehmen, mit IBM-Chefin Ginni Rometty und Apple-Chef Tim Cook.

Foto: IBM

Eine spezialisierte Vertriebsmannschaft soll große Unternehmen beispielsweise aus dem Bankwesen oder der Logistik als Kunden werben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider-Informationen. Laut Reuters zählt dazu beispielsweise die Citigroup.

Bereits im Juli hatte Apple zu diesem Zweck eine Partnerschaft mit IBM geschlossen. Mehr als 100 neue Apps für iPhone und iPad sollen verschiedene Geschäftsprozesse abbilden, wurde schon damals angekündigt. IBM will außerdem Cloud-Dienste anbieten, die speziell auf Apple-Geräte zugeschnitten sind. Auch bei der Werbung um Firmenkunden sollen die mobilen Geräte und ihr Einsatz in der Geschäftswelt im Fokus sein.

Apple verstärkt Zusammenarbeit mit Start-Ups

Für die Entwicklung der Business-Apps arbeitet Apple nach Angaben von Reuters bereits mit einer Reihe von Start-Ups wie ServiceMax und PlanGrid eng zusammen, die auf Firmenkunden-Apps spezialisiert sind. PlanGrid hat eine App für das Bauwesen entwickelt, ServiceMax ist auf Servicetechniker spezialisiert. Zu seinen Kunden gehören beispielsweise Procter&Gamble und Dupont.

Nach Angaben der Firma bestellt ein neuer Kunde von ServiceMax üblicherweise Tausende von iPhones und iPads. Außerdem führt Apple offenbar auch Gespräche mit weiteren Entwicklern mobiler Anwendungen.

IBM soll Reparaturservice vor Ort übernehmen

Zur Apple-Strategie gehört auch ein umfangreiches Support-Programm für Firmenkunden. Im Rahmen der Kooperation mit IBM verkauft Apple jetzt auch Service-Dienstleistungen an Firmen. Dazu gehören Gerätereparaturen vor Ort, technischer Support und der schnelle Austausch defekter Hardware. Bislang mussten die Geräte des IT-Unternehmens von externen Firmen betreut werden.

Nun soll unter anderem ein Rund-um-die-Uhr-Support im Einsatz sein, der notfalls auch innerhalb von einer Stunde Hilfe verspricht. Defekte Hardware soll über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren vor Ort repariert werden. Das soll zu den Aufgaben von IBM gehören – sein „Global Technology Service“ soll die Reparaturen übernehmen.

Start nur den großen europäischen Märkten

Apple startet den Firmenkunden-Support zunächst nur in einigen Ländern. In Europa gehören dazu Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich. Mit dem Vorstoß ins Firmenkunden-Geschäft will Apple das langsamere Wachstum im Privatkundensektor ausgleichen. So gehen die iPad-Verkäufe seit längerem kontinuierlich zurück.

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Von Andrea Ziech
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