08.11.2013, 11:13 Uhr | 0 |

Unterstützung für Firmengründer 3000 Quadratmeter: Steve Ballmer eröffnet „Microsoft Berlin“

Microsofts scheidender Chef Steve Ballmer hat am Donnerstag in der Bundeshauptstadt das neue Zentrum „Microsoft Berlin“ des amerikanischen Softwarekonzerns eröffnet. Dort gibt es auf 3000 Quadratmetern in fünf Stockwerken ein Café, Flächen für Events, Büros für Microsoft-Mitarbeiter, Konferenzräume für Geschäftskunden und unter dem Dach viel Platz für junge Gründer. 

Microsoft Berlin
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Microsoft Berlin: Das neue Zentrum des Konzerns in Berlin befindet sich im ehemaligen Carlton Hotel in der Straße Unter den Linden 17. 

Foto: Microsoft

Microsoft Berlin befindet sich in prominenter Lage auf der Prachtstrsaße Unter den Linden. Das Gebäude des ehemaligen Carlton Hotels in Berlin wurde in den letzten Monaten durch entsprechende Umbauten auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst.

Digitales Café im Erdgeschoss: Kaffee, Strom und Microsoft-Produkte

Das Herz des Hauses ist das Café "The Digital Eatery" im Parterre, das für Passanten von der Straße geöffnet ist. Hier können die Besucher ihre Handys, Smartphones und Tablets aufladen und dabei Microsoft-Produkte wie den Tablet-Computer Surface ausprobieren.

Anders als im Berliner Apple-Store am Kurfürstendamm, in dem auch ein Kundenbetreuungszentrum untergebracht ist, verkauft Microsoft in seinem Gebäude aber keine Geräte. "Hier können Sie auch Konkurrenzprodukte aufladen und sich in der Zwischenzeit einmal unsere Produkte anschauen", erläuterte Microsofts Deutschland-Chef Christian Illek.

Unterstützung für Firmengründer

Neun ausgewählte Startup-Teams dürfen ab Montag im Rahmen der Gründerförderung „Microsoft Venture Accelerators“ vier Monate lang gratis im obersten Stockwerk arbeiten und bekommen dort Büros, Technik und Training gestellt. Wer möchte, kann dort auch die Nacht durcharbeiten – es gibt sogar Matratzen und Duschen. Bei der Förderung der Startups soll auch mit dem Axel Springer „Plug and Play“ Accelerator zusammengearbeitet werden, der in diesen Tagen schon die zweite Gruppe von Startups zur Anschlussfinanzierung führt.

Der mobile Bezahldienst Cringle, die Kurierdienst-Plattform MyLorry, der Lerndienst für Smartphones UnlockYourBrain, der Dateitransferdienst Attaching it, das Videokonferenz-Startup Makeapoint, der Mobilmacher für Onlineshops EvoMob, der Lokalisierungs-Spezialist Sensorberg, der Lehrbuchproduzent Babbound, die Wissensaustauch-Plattform für Forscher Researchcluster sind die ersten neun Startups, die in Berlin Microsofts Unterstützung zum Aufbau ihrer Unternehmen bekommen.

Christian Illek erklärte dazu: „Unser Ziel ist es, dass die Gründer nach vier Monaten eine Anschlussfinanzierung bekommen" und ergänzte „Berlin ist eine der wichtigsten Metropolen für Kreative und die digitale Welt“.

Gute Ideen, Leidenschaft und Hartnäckigkeit

Zur Eröffnung reiste der scheidende Firmenchef Steve Ballmer persönlich an und schwärmte von den Zeiten, als Microsoft selbst noch ein Startup mit vielen Ideen und wenig Geld war. „Wir waren fest davon überzeugt, dass wir nahezu jede Software für Mikroprozessoren entwickeln können – das war unser Gründungstraum."

Der Microsoft-Chef führte weiter aus, dass jedes Startup noch eine zweite Idee haben sollte, wenn die erste erfolgreich war: „Bei Microsoft war das die Idee, die Mikroprozessoren in die Rechenzentren zu holen. So schafften wir mit Windows NT die Transformation zur großen Firma."

Für die Firmengründer brachte Ballmer drei wichtige Tipps aus den USA mit. Zum Ersten sollte es eine zündende Idee sein, die auch ein relevantes Publikum findet. Zum Zweiten braucht man für den Erfolg viel Leidenschaft und zum Dritten auch viel Hartnäckigkeit.

25 Stunden am Tag ernsthafter Spaß im Stil von Microsoft

Für die heutige Zeit brachte Ballmer in seiner Eröffnungsrede eine interessante, wenn auch vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Formel der neuesten Business-Idee von Microsoft: „serious fun, 25 hours a day, Microsoft style“.

Auch die Politik zeigte sich erfreut über das Engagement von Microsoft in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sah seine Stadt schon heute „ganz weit vorne“ unter den digitalen Metropolen in Europa. Microsoft Berlin sei eine weitere Stärkung der Gründerszene der Stadt.

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Von Klaus Ahrens
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