02.08.2013, 08:00 Uhr | 0 |

Ifo-Branchenkonjunkturtest Kaum noch Wolken am deutschen Konjunkturhimmel

Die deutsche Wirtschaft tankt weiter Zuversicht. Die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hat sich im Juli verbessert; vor allem im Groß- und Einzelhandel bewerten die Firmen ihre Geschäftslage deutlich positiver. Das ließ den Ifo-Geschäftsklimaindex im Juli zum dritten Mal in Folge steigen: Von 105,9 Punkten im Juni auf 106,2 Punkte, wie das Ifo-Institut in München mitteilte.

Die Eurokrise lässt die Wirtschaft weiter weitgehend unbeeindruckt. Doch der Optimismus ist keineswegs grenzenlos. Die Industrie ist mit ihrer Lage zufrieden. „Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich zwar minimal abgeschwächt, die Unternehmen blicken aber nach wie vor verhalten optimistisch in die Zukunft“, erklärte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen. „Am Konjunkturhimmel zeigen sich nur wenige Wolken.“ Die Ifo-Forscher gehen davon aus, dass dies zunächst weiter so bleibt.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft. Bereits in den vergangenen zwei Monaten war der Index gestiegen. Seit längerem bewegt er sich auf einem vergleichsweise hohen Niveau. dpa/ps

Automobil

Das Geschäftsklima hat sich etwas aufgehellt. Die Nachfrage war schwungvoll und die Auftragsbestände erhöhten sich von 2,7 auf nun 2,8 Produktionsmonate. Mit 88,2% lag die Kapazitätsauslastung über dem langjährigen Durchschnitt. ifo

Chemie

Der Geschäftsklimaindikator ist wieder gestiegen. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate wurden von den Firmen günstiger bewertet als im Vormonat. Die Produktion soll weiter angehoben werden. ifo

Elektro

Bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen stiegen die Auftragsbestände gegenüber dem Vorquartal von 2,1 auf 2,3 Produktionsmonate. Die Geschäftsperspektiven haben sich etwas eingetrübt, wurden aber weiterhin als positiv erachtet. ifo

Maschinenbau

Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Firmen empfanden ihre momentane Situation nochmals positiver als im Vormonat. Mit 84,3 % waren Geräte und Maschinen zudem etwas besser ausgelastet als im Vorquartal (83,9 %). ifo

 

Das Ifo-Institut fragt monatlich bei 7000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchener Wissenschaftler nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von minus 20 %.

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Von Peter Schwarz
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