18.05.2015, 11:33 Uhr | 2 |

Empörung in Hessen und BaWü Aigner will SuedLink-Stromtrasse aus Bayern raushalten

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner will die geplante SuedLink-Gleichstromtrasse nach Westen verschieben: Sie soll nicht durch Bayern führen, dafür durch Hessen und Baden-Württemberg. Das sorgt in den Ländern für Empörung. 

Ilse Aigner auf einer Demo gegen SuedLink
Á

Ilse Aigner auf einer Demo gegen SuedLink: Die bayerische Wirtschaftsministerin würde lieber neue Gaskraftwerke bauen lassen, anstatt Windstrom aus weit entfernten Kraftwerken zu beziehen.

Foto: Tobias Hase/dpa

Eine Windstromleitung direkt durch Bayern scheint sich in den Augen Ilse Aigners (CSU) nicht gut zu machen. Die bayerische Wirtschaftsministerin setzt sich deswegen dafür ein, dass die geplante Gleichstromtrasse für das Projekt SuedLink hauptsächlich durch Baden-Württemberg und Hessen führt. Das berichtet die Rundschau des Bayerischen Fernsehens und beruft sich dabei auf eine Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums zu einem aktuellen Entwurf der Bundesnetzagentur.

Aigner: Unterfranken darf nicht zur nationalen Stromdrehscheibe werden

In der Stellungnahme des bayerischen Wirtschaftsministeriums heißt es: „Für die HGÜ-Verbindung SuedLink ist im Fall des Bedarfsnachweises eine Stammstreckenführung bis Kupferzell/Grogartach zu realisieren“. Beides sind Gemeinden in Baden-Württemberg. Die Trasse würde dann erst auf den letzten Metern in Bayern landen: Aus dem Großraum Stuttgart soll es eine Verknüpfung ins schwäbische Grundremmingen (Bayern) geben. Indirekt droht die Wirtschaftsministerin auch mit einer Blockade der SuedLink-Netzausbaupläne, indem sie Naturschutzargumente ins Spiel bringt.

Mit ihren Plänen will Aigner Unterfranken entlasten. Denn dort befindet sich schon die sogenannte Thüringer Strombrücke im Bau – eine 165 Kilometer lange 380-kV-Freileitung zwischen Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Redwitz (Bayern). Die unterfränkische Region dürfe nicht zu einer nationalen Stromdrehscheibe werden, argumentiert Aigner.

Hessens Wirtschaftsminister: „Vorschlag an Dreistigkeit nicht zu überbieten“

Aigners Pläne sorgen in Hessen und Baden-Württemberg für Empörung: Das Land werde sich diese Unverschämtheit aus München nicht gefallen lassen, schimpft Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Der Vorschlag sei an Dreistigkeit nicht überbieten. „Die bayerische Landesregierung kann nicht ernsthaft glauben, dass dieser wahnwitzige Vorschlag auch nur den Hauch einer Realisierungschance hat.“

Starkstrommasten stehen am 09.10.2014 nahe des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld (Bayern). Beim notwendigen Netzausbau von Nord- nach Süddeutschland führt die SuedLink-Trasse nach Grafenrheinfeld. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Á

Die Stromtrassen sollen laut Aigners Plänen erst auf den letzten Metern in Bayern landen. Eine Mehrbelastung käme dadurch auf Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zu. 

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Deutliche Worte auch von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne): „Es gibt überhaupt keinen fachlichen Grund, vom vereinbarten Verfahren abzuweichen und die Netzausbaupläne grundlegend zu ändern.“ Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen würden durch die Vorschläge Bayerns zusätzlich belastet, die Netzausbauplanungen quasi zurück auf Anfang gesetzt. „Diesen zeitlichen Umweg können wir uns schlicht nicht leisten.“ Das bestätigt Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung des Netzbetreibers Tennet: „Der Netzausbau 2022 ist quasi übermorgen. Wir haben keinen einzigen Tag zu verlieren.“

Entscheidung noch vor der Sommerpause

Bald entscheidet sich, wie weit Aigner mit ihren Plänen kommt: Die Bundesnetzagentur wird ihre Pläne für das künftige deutsche Stromnetz in Kürze vorlegen. Noch vor der Sommerpause soll in Berlin eine Entscheidung über den Netzausbau getroffen sein.

Die Leitungen des SuedLink sollen Windstrom von der Küste in den Süden bringen, wenn Deutschland 2022 die letzten Atommeiler abschaltet. Aigner hingegen würde am liebsten Gaskraftwerke wie in Irsching am Netz halten und weitere bauen lassen, anstatt Strom aus weit entfernten Kraftwerken zu beziehen.

Anzeige
Von Patrick Schroeder
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare
07.08.2015, 10:56 Uhr Fritz H..

Steht ein 3. Weltkrieg vor der Tür? Und warum?
http://www.youtube.com/watch?v=NxqrPOeNUC4

Bundestag: Gysi redet Klartext über die Ukraine & Swoboda & Putin (deutsch / english)
https://www.youtube.com/watch?v=pXLy0NGW9sM

Dirk Müller: Die Krim Krise 2014 einfach erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=02BhryrDvvA

Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: »Frau Merkel, lösen Sie sich aus dem Schlepptau der US-Kriegspolitik«
https://www.youtube.com/watch?v=Dcp8PbRaYJI

Quelle: http://lebendigeethik24.edublogs.org/ukraine-und-usa/





07.08.2015, 10:59 Uhr Fritz H..

System vor dem Crash run auf Banken hat begonnen?

Hello leute,

es ist interessant:

Andreas Popp: System vor dem Crash Run auf Banken hat begonnen DAF
https://www.youtube.com/watch?v=aQYbWaLkZvA

…auch interessant:

Dirk Müller: Zalando | Paypal | Windows | Russland | Ebola | ISIS 01.10.2014 - die Bananenrepublik
http://www.youtube.com/watch?v=AFmtjkig-xM

Quelle: http://www.alternativ.tv


Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden