30.03.2016, 12:49 Uhr | 0 |

Partnerland USA Obama und Merkel eröffnen die Hannover Messe

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden am 24. April 2016 die Hannover Messe eröffnen. Die weltgrößte Industriemesse wird Obama nutzen, um für das Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Das Leitthema der Messe ist allerdings nicht TTIP, sondern Industrie 4.0.

Die USA sind Partnerland der diesjährigen Hannover Messe
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Die USA sind Partnerland der diesjährigen Hannover Messe: 250 amerikanische Unternehmen sind 2016 zu Gast.

Foto: Hannover Messe

„Dass US-Präsident Barack Obama die Messe gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet, ist ein starker Beleg für die internationale Bedeutung der Hannover Messe“, freut sich Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. Das zentrale Thema der Eröffnungsrede wird wohl das umstrittene Freihandelskommen TTIP zwischen den USA und der EU sein, das Obama bis zum Ende seiner Amtszeit in trockenen Tüchern wissen will.

„Die vernetzte Industrie ist keine Zukunftsvision mehr“

Die Hannover Messe hat sich für 2016 das Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ gegeben. Dabei geht es zum Beispiel um vorausschauende Wartung, bei der Maschinen selber auf Anomalitäten im Prozess hinweisen oder um die industrielle Anwendung von Robotern. Denn die große Vision von der Industrie 4.0 nimmt ordentlich an Fahrt auf.

Ausgereifte Industrie-4.0-Technologien kommen jetzt auf den Markt. „Die vernetzte Industrie ist keine Zukunftsvision mehr. Sie ist Realität“, so Köckler. „Industrie 4.0 zieht in immer mehr Fabriken ein. Stromnetze werden zu Smart Grids weiterentwickelt.“

250 Unternehmen aus dem Partnerland USA zeigen ihre Ideen

An den fünf Messetagen vom 25. bis 29. April werden rund 5000 Industrieunternehmen aus 70 Ländern ihre Ideen zu einer intelligenten, vernetzten Fertigung unter digitaler Regie präsentieren. Alleine 250 Unternehmen aus dem Messe-Partnerland USA werden ihre Lösungen für die vernetzte Industrie vorstellen. Darunter sind Branchengrößen wie General Electric, Honeywell, Eaton, Molex, Microsoft, AT&T und IBM.

Die Palette der über 5000 Aussteller reicht von der A-One-Techniques (PVT) Ltd. aus Karachi in Pakistan, die alle denkbaren Gummiformteile herstellt, und endet mit Zühlke Engineering aus dem bundesdeutschen Eschborn, einem Dienstleister für Innovationsprodukte.

Und dieses Messe-Alphabet zeigt auch, dass es bei der Hannover Messe 2016 nicht um die eine große Lösung für alle Probleme der Industrie geht. Es geht eher um eine intelligente Zusammenarbeit aller am Produktionsprozess beteiligten Komponenten.

Das reicht von der intelligenten Flüssigkeitsanalyse bis zu kollaborierenden Robotern wie Sawyer, der insbesondere mittelständische Unternehmen in die Lage versetzen soll, eine eigenständige Hochleistungsautomation aufzubauen. Denn Sawyer steht als „Cobot“, als kollaborativer Roboter, für einen neuen Robotertypen, der mit den Menschen im Produktionsprozess aktiv zusammenarbeitet.

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Von Detlef Stoller
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