21.01.2015, 12:22 Uhr | 0 |

Mit Sensoren und Bluetooth-Chip Smarter Schnuller Pacif-i überwacht Gesundheit des Babys

Darauf haben genervte wie überbesorgte Eltern gewartet: Der Schnuller „Pacif-i“ meldet brav seinen Standort, wenn er wieder einmal gesucht wird. Außerdem kann er die Körperdaten des Babys überwachen und über eine App im Krankheitsfall an den zuständigen Kinderarzt übermitteln. Dafür muss der smarte Schnuller lediglich mit dem Smartphone über Bluetooth verbunden werden. 

Schnuller am Holzbrett einer Kindertagesstätte
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Echt von gestern, was da so am Holzbrett hängt. Passive Schnuller, an denen Baby nur nuckeln kann. Das britische Unternehmen Blue Maestro hat jetzt smarte Schnuller vorgestellt. Und die sind ganz schön aktiv. Überwachen zum Beispiel die Körpertemperatur.  

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Nuckeln beruhigt. Früher gab es deshalb viele Daumenlutscher unter den Babys. Dann kam alternativ der Schnuller auf den Markt. Inzwischen ergonomisch geformt, damit die Zähne nicht schief wachsen. Auch an dem Material, aus dem Babys Lieblingspielzeug produziert wird haben Forscher zum Wohle des Kindes getüfftelt.

Jetzt aber soll der Schnuller mehr können als für süße Träume des kleinen Schreihalses zu sorgen. Das britische Unternehmen BlueMaestro hat eine Variante namens Pacif-i erfunden, der direkt aus dem Mund des kleinen Rackers an die Eltern oder sogar an den Arzt berichtet, wie es um die Gesundheit des kleinen Erdenbürgers bestellt ist.

Temperatursensor kontrolliert Körpertemperatur

„Pacif-i“ überwacht die Körpertemperatur des Babys und zeichnet sie auf. Möglich macht dies der eingebaute Temperatursensor im Schnuller. Alle Daten werden an eine kostenlose App übermittelt, die Eltern mit ihrem Smartphone abrufen können. Die Kommunikation erfolgt über Bluetooth Smart.

Auf der App werden alle Daten gespeichert und ausgewertet – auch die Medikamente, die das Baby einnehmen soll. Die Eltern werden automatisch an die Einnahme erinnert und verlieren so auch in stressigen Zeiten nicht den Überblick.

Verändert sich der Gesundheitszustand des Babys und ein Arztbesuch wird angeraten, können die Daten bereits über die App mit dem zuständigen Kinderarzt geteilt werden, so dass dieser sich bis zum Eintreffen des kleinen Patienten ein Krankheitsbild machen kann.

Sensor meldet Standort des Schnullers

Aber auch in gesunden Zeiten ist Pacif-i herkömmlichen Schnullern überlegen. Welche Eltern kennen die Situation nicht: Das Baby schreit und der Schnuller ist unauffindbar. Je länger die Suche dauert, desto lauter werden erfahrungsgemäß die Beschwerden.

Mit diesem Stress soll jetzt Schluss sein, denn mit dem Buzzer-Alarm kann der Schnuller über das Smartphone geortet werden. Der Alarm kann je nach Bedarf aktiviert werden. Tipp an alle Eltern: das Smartphone immer an den gleichen Platz legen. Wenn dieses auch noch gesucht werden muss, potenziert sich womöglich der Stress...

Tracking-System im Schnuller integriert

Und der smarte Schnuller kann noch mehr. Er fungiert quasi auch als unsichtbarer Laufstall: Ein im Schnuller integriertes Tracking-System meldet den Eltern über das Smartphone, wenn sich das Baby innerhalb eines Radius von 20 Metern bewegt. Damit soll der Gefahr vorgebeugt werden, dass es sich womöglich unbemerkt am Herd hochzieht oder die Treppe runterfällt.

Nordic Semiconducter hat für den Schnuller einen Niedrigenergie Bluetooth Smart-Chip entwickelt, der eine Akkulaufzeit von über einem Jahr ermöglicht.

Der smarte Baby-Schnuller „Pacif-i“ ist für etwa 35 Euro erhältlich. 

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Von Petra Funk & Martina Kefer
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