22.04.2014, 17:15 Uhr | 0 |

Legendäre Spielkonsole Nintendos Game Boy feiert seinen 25. Geburtstag

Nintendos legendäre Daddelkiste Game Boy ist 25 Jahre alt. Am 21. April 1989 kam die Mutter aller Spielekonsolen in die deutschen Läden. Sie war zu groß für die Hosentasche und mausgrau – ging aber weg wie geschnitten Brot.

Der Gameboy wird 25 Jahre alt
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Der Gameboy wird 25: Der Vorgänger des Gameboys war der Donkey Kong (o.l.), oben rechts zu sehen ein Exemplar der durchsichtigen Sonderedition des ersten Gameboys. Dessen Nachfolger war der Game Boy Advance (u.l.). Unten rechts zu sehen die aktuelle Version Nintendo 3D5.

Foto: dpa/Stephanie Pilic

Mit grünschwarzem Display und im Format einer Keksdose kam im April 1989 der Game Boy von Nintendo als erste echte Spielekonsole auf den Markt und wurde prompt ein Renner. Zwar gab es einige Vorläufer – kleine LCD-Spielautomaten der Marke Game & Watch etwa. Doch sie brachten alle nur ein Spiel mit. Mit dem Game Boy hingegen konnte man zum ersten Mal verschiedene Spiele auf einem Gerät laufen lassen – eine Revolution und im Grunde die Erfindung der Spielekonsole.

Einfache Technik ermöglicht 15 Stunden Spielspaß

Beim Game Boy entschieden sich die Entwickler bewusst für einfache Hardware, die schon 1989 nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Der Bildschirm war einfarbig, unbeleuchtet und hatte eine Auflösung von lediglich 160 x 144 Pixeln – das entspricht ungefähr der Pixelzahl eines einzigen Icons auf einem modernen Smartphone.

Genau das trug zum Erfolg der Konsole bei. Weil sich Nintendo gegen damals schon verfügbare Farbbildschirme mit besserer Grafik entschied, war die Laufzeit der batteriebetriebenen Geräte sehr hoch. Man erreichte stolze 15 Stunden monochromen Spielspaß. Das sah bei den ersten Wettbewerbern anders aus: Ataris Konsole Lynx brachte es mit einer Batterieladung auf nur 5 Stunden.

Tetris, Super Mario und Pokemon wurden zu Superhits der Spielebranche

Zu den Erfolgsfaktoren der ersten Spielekonsole gehörten aber eindeutig auch die Spiele: Tetris wurde in Russland eingekauft, Nintendo sicherte sich die Rechte gegen mächtige Bieter wie den britischen Verleger Maxwell. Super Mario und Pokemon waren ebenfalls Superhits und mit Mystic Quest, das es in Deutschland nur als englischsprachige Version gab, hat so mancher Zocker seine erste Fremdsprache gelernt.

Die erste Version der Spielekonsole durchlief im Laufe der Jahre dann aber doch einige Änderungen: Die Keksdose wurde etwas kompakter und bekam als Game Boy Color auch bunte und sogar transparente Gehäuse. Bis 2003 wurden insgesamt 118 Millionen Game Boys verkauft. Erst nach 14 Jahren auf dem Markt, vielen farbigen Gehäusevarianten und nur wenigen technischen Neuerungen rückte der Game Boy Advance mit Farbdisplay nach.

Echte Fans der Daddelkiste nutzen sie sogar zum Musikmachen – beispielsweise Chiptunes-Musiker, die den alten Sound des Original Game Boys bei Liveshows erklingen lassen.

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Von Klaus Ahrens
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