15.02.2017, 08:12 Uhr | 1 |

Visionär Elon Musk Muss der Mensch mit Robotern verschmelzen, um zu überleben?

Hat der Mensch keine Chance zu überleben? Muss er mit Robotern zu Cyborgs verschmelzen, um mit künstlicher Intelligenz mithalten zu können? Eindeutig ja, meint der Visionär Elon Musk, Gründer von Unternehmen wie dem Autobauer Tesla und dem Raumfahrtunternehmen SpaceX. Was für Aussichten. Menschen mit Schnittstelle im Hirn.

Elon Musik bei Hyperloop
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Elon Musk, Ende Januar 2017 beim Hyperloop-Wettbewerb: Der Unternehmer glaubt, dass der Mensch nur als Cyborg überleben kann.

Foto: Patrick Fallon/ZUMA Wire/dpa

Künstliche Intelligenz kann längst mehr als der Mensch und lernt unglaublich schnell. Die Künstliche Intelligenz Giraffe hat zum Beispiel in nur drei Tagen das Schachspiel auf Weltniveau erlernt.

Googles Tochter Deep Mind, spezialisiert auf die Programmierung Künstlicher Intelligenzen, hat mit Wave Net ein Sprachprogramm entwickelt, das die menschliche Sprache und Phonetik fast perfekt beherrscht.

Die Autoindustrie entwickelt Künstliche Intelligenzen, die zum Beispiel die unübersichtlichen Verkehrssituationen in der Großstadt besser überblicken und ein Auto sicherer steuern können, als der Mensch. So lernen diese Intelligenzen, welchen körperlichen Signale ein Kind zeigt, wenn es auf die Straße läuft und welche, wenn es doch stehen bleibt.

Künstliche Intelligenz als Teil des Menschen

Kein Wunder, dass Elon Musk nun auch die Künstliche Intelligenz für so wichtig hält, dass er glaubt, sie müsse ein Teil des Menschen werden. Jedenfalls äußerte Musk diesen Gedanken auf dem World Government Summit in Dubai. „Mit der Zeit wird es wahrscheinlich eine Annäherung zwischen biologischer und digitaler Intelligenz geben“, so Musk in Dubai.

Während ein Computer mit einer Billion Bits pro Sekunde kommunizieren könne, sei ein Mensch mit seinen Fingern nur in der Lage, mit 10 Bits pro Sekunde zu kommunizieren. Ob das der Maßstab ist, die Schnelligkeit des Tippens? Wo bleiben Auffassungsgabe, Intuition, Denkvermögen, Visionen?

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Visonär Elon Musk: Künstliche Intelligenzen übernehmen unsere Arbeitsplätze.

Foto: Heiko Junge/dpa

Für den Unternehmensgründer liegt in der großen Rechenkapazität und Lernfähigkeit der Maschinen die Gefahr, dass der Mensch nutzlos wird. Wirklich, Herr Musk? Kommt ein Computer auf die Idee, wie man eine Batterie besser bauen kann, wie man ein Elektroauto optimiert oder dass man eine SpaceX-Rakete auf einem Tableau im Ozean stehend landen kann?

Künstliche Intelligenz übernimmt die Arbeit der Menschen

Auf jeden Fall ist Musk überzeugt, dass der Mensch der Zukunft im Hirn eine Schnittstelle bekommt, um sich mit einer Künstlichen Intelligenz zu verbinden. Was für eine Vorstellung! Eine Vision, die auch Musk selbst nicht geheuer ist. Zwar erlaube das dem Hirn, schneller und besser auf Informationen zuzugreifen. Aber zugleich nennt er das eine „gefährliche Situation“.

Und dennoch sei diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Da Künstliche Intelligenz besser Autofahren kann als der Mensch, würden schon in absehbarer Zeit viele Berufskraftfahrer ihre Arbeitsplätze verlieren. In frühestens 20 Jahren könnten Künstliche Intelligenzen schon 12 bis 15 % der Arbeitsplätze ersetzen. Die Menschheit müsse sich etwas einfallen lassen. Die Menschen benötigten neue Aufgaben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Musk als Visionär beängstigende Aussichten präsentiert. Im vergangenen Sommer hatte er die Frage gestellt, woher wir denn wissen, dass unser Leben nicht eine einzige Computersimulation ist?

Gilt das auch für Musks neueste These?

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Von Axel Mörer-Funk
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kommentare
16.02.2017, 11:46 Uhr Progetti
Die angesprochene Schnittstelle ist ja jetzt schon in Entwicklung, man denke nur an eine mögliche Datenbrille, die einen Lageplan in den vernebelten Raum projiziert, damit im Einsatz das gesuchte Ziel schnell aufgefunden wird.
Oder ein wahrscheinlich sich in Entwicklung befindender Gedanken- Sensor- Helm mit mindestens einer Million Sensor- Kontakten, der audiovisuelle Daten auslesen oder einbringen kann. Dabei wird der Mensch über die Ablauf- Möglichkeiten informiert, behält aber dabei die leitende Funktion. Eine Schnittstelle im Gehirn sollte wegen der Risiken nicht in Erwägung gezogen werden!
Auch im Transportwesen sollte es zwischen Computer und Mensch eine aktive und passive Notfalls- Schnittstelle geben, damit Unfälle verhindert werden können. Wenn der Pilot einschläft, sollte der Computer sofort die Führerfunktion übernehmen. Und, wenn der Computer im Entscheidungs- Notstand ist, sollte er den Fahrer z.B. fragen können, damit der Mensch in das Geschehen eingebunden wird!


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