21.04.2016, 10:01 Uhr | 0 |

Verrücktes Hotel In diesem Hafenkran können Sie wohnen und baden

Ingenieure lieben Kräne und Baumaschinen. Das wissen wir, weil diese Beiträge auf Ingenieur.de am besten geklickt werden. Und deshalb haben wir Ihr Traumhotel entdeckt. Die Zimmer sind in einem Baukran montiert, 50 m hoch über den Dächern Amsterdams. 

Hinauf ins Zimmer fährt man mit dem Aufzug. So weit, so gewöhnlich. Wenn sich die Tür öffnet, betritt man aber nicht nur eine luxuriöse Suite – zugleich öffnet sich in rund 50 m Höhe der Blick über Amsterdam. Das Faralda Crane Hotel hat nur drei solcher Zimmer, und die sind stets über Monate ausgebucht.

Denn viele Gäste suchen genau diesen besonderen Ort: Außen der Charme alter, schwermetallener Industrie, innen die pompöse Ausstattung mit Kingsize-Betten und Whirlpool auf der Terrasse. Leicht kitschig zum Teil, sind die drei Suiten unterschiedlich gestaltet: orientalisch, als wilde Stilmischung oder auch für Liebhaber von Leopardenfellen.

Verrosteter Kran wurde komplett restauriert

Die Eigentümer – darunter der deutsche Badausstatter Grohe – haben eine Menge Geld und Arbeit in das Projekt gesteckt: Ein stark angerosteter, längst nicht mehr benutzter Hafenkran wurde komplett zerlegt, restauriert, wieder aufgebaut und um die Hoteleinrichtung ergänzt. Das Viertel, in dem er jetzt steht, gilt als eines der hippsten in der an hippen Locations nicht armen Stadt.

Neben den Suiten gibt es eine Panorama-Lounge, in der man sich trauen lassen kann, die aber auch wie ein professionelles TV-Studio ausgestattet ist. Von hier aus sendet beispielsweise der niederländische RTL-Ableger ein Magazin zum Thema Wohnen.

Bungee-Sprung ins Hafenbecken

Hinzu kommen Events, die regelmäßig im Faralda Crane Hotel stattfinden. Möglich ist auch ein Bungee-Sprung in Richtung Hafenbecken. Der ist für 85 Euro und damit relativ günstig zu haben, allerdings sind 50 Meter Höhe dafür auch nicht die Welt – das entspricht ja nur knapp einem Drittel des Kölner Doms. Die regulären Zimmerpreise fangen dagegen erst bei 435 Euro pro Nacht an.

Dafür gibt es aber neben der Exklusivität wirklich einen traumhaften Blick über Amsterdam. Und solche Panoramen haben Hoteliers in aller Welt als Lockmittel für Touristen entdeckt. So gibt es zum Beispiel in den peruanischen Anden komplett gläserne Kapseln, die an einer Steilwand in 400 Metern Höhe hängen.

Buchbar ist das vor rund eineinhalb Jahren eröffnete Faralda Crane natürlich direkt auf der Hotel-Webseite, aber auch über Anbieter wie „Secret Escapes“ und sogar über den Privathaus-Vermittler Airbnb. 

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Von Werner Grosch
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