31.03.2014, 15:01 Uhr | 0 |

Rückschritt verhindert Sturz Hightech-Schuhe sollen Stürze von Senioren verhindern

Die Statistik sagt: Jeder dritte ältere Mensch über 65 fällt einmal pro Jahr hin. Sensoren und Apps können schon heute feststellen, wenn jemand hingefallen ist. Yonatan Manor aus Israel will jetzt mit einer Technik im Schuh Stürze von Senioren verhindern. 

Senioren auf der Alster in Hamburg
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Seniorin an der zugefrorenen Alster: Für ältere Menschen haben Stürze oft schlimme Folgen. Jetzt hat ein israelischer Entwickler einen Schuh konstruiert, der angeblich das Stolpern verhindern kann und damit die Gefahr von Stürzen reduziert.

Foto: dpa

Yonatan Manor hat sich gemeinsam mit Ärzten und Ingenieure auf die Suche nach einem System zur Vorbeugung von Stürzen gemacht, nachdem sein Vater nach seinem 80. Geburtstag mehrfach hingefallen war. Die neue Technik will nicht mehr den Sturz melden, sondern verhindern, dass ein älter Mensch überhaupt ins Stolpern kommt.

Balance-Korrektur in den Schuh eingebaut

Die gefundene Lösung bekam den Namen B-Shoe (Balance-Schuh). Das ist ein ganz normaler Laufschuh, in den Drucksensoren, ein Mikroprozessor mit einem entsprechend ausprogrammierten Algorithmus und eine motorische Einheit zur Bewegungskorrektur eingebaut wurden. Eine aufladbare Batterie komplettiert die Zusatztechnik des Balance-Schuhs.

Wenn nun der Drucksensor beim Laufen ein Ungleichgewicht detektiert, führt die Bewegungseinheit einen Schritt zurück durch, damit der Träger der Schuhe seine Balance wiedergewinnt. Diese Hilfe wird nur aktiv, wenn ein Ungleichgewicht festgestellt wird. Gedacht ist sie für Senioren, aber auch für Menschen, die verletzt, behindert, krank oder in der postoperativen Reha sind.

Finanzierung noch ungeklärt: 30.000 Dollar notwendig

An der Finanzierung des Startups aus Israel wird noch gearbeitet. Aktuell sucht das StartupB-Shoe Technologiesaus Haifa Investoren, um Mittel für die Verbesserung des Algorithmus‘, die weitere Miniaturisierung der Komponenten und den Start der Massenproduktion zu bekommen.

Der am 10. Februar abgelaufene Versuch, die nötigen Mittel per Crowdfunding-Kampagne über die bekannte Plattform Indiegogo zu beschaffen, hatte noch nicht den gewünschten Erfolg. Demnächst soll eine zweite Kampagne starten. Gebraucht wird nur ein Startkapital von 30.000 Dollar.

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Von Klaus Ahrens
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