28.06.2017, 10:37 Uhr | 0 |

James Dyson Award 2017 Endspurt auch für Ingenieure

Studierende und Absolventen mit guten Produktideen haben noch für kurze Zeit die Möglichkeit, sich große Unterstützung zu sichern. Noch läuft die Bewerbungsfrist für den James Dyson Award 2017.

EcoHelmet
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Die letztjährige Gewinnerin des James Dyson Award hat diesen zusammenfaltbaren Fahrradhelm entworfen.Dieses Jahr soll er in Produktion gehen.

Foto: Dyson

Der James Dyson Award 2017 geht in die heiße Phase. Noch bis zum 20. Juli können Studierende der Ingenieurwissenschaften und der Fachbereiche Produktgestaltung und Industriedesign und frischgebackene Absolventen dieser Fachrichtungen ihre Arbeiten einreichen. 

Worum es beim Dyson Award geht

Jedes Jahr fahnden James Dyson und sein Team von Ingenieuren und Wissenschaftlern nach Lösungen für reale Probleme. Die Aufgabe ist einfach und schwierig zugleich: „Entwickelt etwas, das ein Problem löst, ob groß oder klein“. 

Als Preisgeld winken 35.000 Euro, um die weitere Entwicklung des Projekts voranzutreiben. Der von der James Dyson Foundation jährlich ausgeschriebene Designpreis wird in 23 Ländern durchgeführt – in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Indien.

Auch Ingenieure dürfen mitmachen

„Es gibt immer eine noch bessere Lösung für ein Problem“, ist James Dyson überzeugt. Der britische Unternehmer und Erfinder des beutellosen Staubsaugers hat diesen Grundsatz bisher konsequent selbst verfolgt. Und er ist überzeugt: „Ingenieure sind unkonventionell und haben brillante Ideen.“

Beim Award suche man nach bemerkenswerten und dennoch einfachen Designs, die das Potenzial haben, einen großen Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. Dyson: „Ich bin jedes Jahr von den Ideen begeistert und ich freue mich darauf, die diesjährigen Einreichungen zu sehen.“

Bisherige Gewinner des James Dyson Awards  hatten etwa Fahrradfahrer und Frühchen im Blick

Die Gewinnerprojekte aus den Vorjahren haben unter anderem dazu beigetragen, das Problem der Überfischung oder des Transports von Impfstoffen in Entwicklungsländern zu lösen. Ebenso schickten sich die jungen Erfinder mit ihren Gewinnerprojekten an, die weltweite Nahrungsmittelverschwendung sowie die hohe Sterblichkeitsrate von Frühgeborenen in Entwicklungsländern zu bekämpfen. 

Das Siegerprojekt 2016 auf internationaler Ebene war EcoHelmet, ein faltbarer Fahrradhelm, der eine einzigartige wabenförmige Konfiguration nutzt, um den Kopf vor Stößen zu schützen. Er kann flach zusammengefaltet werden, wenn er nicht in Gebrauch ist, und wird aus 100% recycelbaren Materialien hergestellt.

Da Leihradangebote weltweit zunehmen, ist das leichte und praktische Design des EcoHelmet eine attraktive Option für Radfahrer in Städten, wo Verkehrsunfälle häufig sind und Kopfverletzungen tödlich sein könnten, erklärt Dyson.

Die internationale Gewinnerin des James Dyson Award Isis Shiffer, Design-Studentin aus New York, freute sich: „Die finanzielle Unterstützung und die Publicity, die ich durch den Gewinn des James Dyson Award erfahren habe, haben mir erlaubt, die Entwicklung des EcoHelmet bis zur Marktreife voranzutreiben.“ In diesem Jahr soll ihre Erfindung produziert werden.

Aus Deutschland kam letztes Jahr ein Messgerät für Milchkühe

Das Gewinnerprojekt des James Dyson Award in Deutschland im Vorjahr war Mamelle, ein Messgerät zur Diagnostik von Euterentzündungen bei Milchkühen.

Das kleine medizinische Messgerät, das von Janina Hünerberg aus Kiel eingereicht wurde, beschleunigt die Diagnostik von Euterentzündungen bei Milchkühen um mehrere Tage und hilft so, den Behandlungsprozess zu optimieren und den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren.

Jurymitglied Stefan Eckstein, Präsident des Verbands Deutscher Industrie Designer, lobte das Siegerprojekt: „Mamelle geht technisch und gestalterisch neue Wege. Es bietet einen echten Mehrwert für Landwirte in Deutschland wie auch international.“ 

So wie Hünerberg, die Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studierte, gewannen bislang mehrheitlich Designer den James Dyson Award. Die Jury führt das darauf zurück, dass bisher wenige Ingenieure ihre Ideen für Lösungen einreichen. Das können Sie hier nachholen.

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Von Lisa Schneider
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