15.12.2014, 08:33 Uhr | 0 |

Hemingwrite aus Detroit E-Ink-Schreibmaschine lässt Herz der Nostalgiker höher schlagen

Kein höher, schneller, weiter: Hemingwrite verführt Nostalgiker mit simpelster Funktionalität. Sie können mit der Schreibmaschine im Old-School-Look lediglich schreiben. Einzige technische Gimmicks sind ein E-Book-ähnliches Display und Cloudfunktionalität. 

Die Hemingwrite lässt sich problemlos tragen
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Die Hemingwrite lässt sich problemlos tragen: Die Nostalgiker-Schreibmaschine wiegt lediglich zwei Kilogramm. Der Verkaufspreis soll bei rund 400 US-Dollar liegen. 

Foto: Hemingwrite

Bei der Hemingwrite erscheint das Geschriebene nicht auf Papier, sondern auf einem E-Book-ähnlichen Display. Es lässt sich sogar im Dunkeln oder im gleißenden Sonnenlicht ablesen. Korrigieren ist einfacher als bei alten mechanischen und elektrischen Schreibmaschinen, die mit Korrekturbändern ausgestattet waren. Wie bei einem Computer kann man Buchstaben und Wörter löschen oder überschreiben. Das Ziel der Entwickler: kein Schnick-Schnack, der von wichtigen Gedanken ablenken könnte. 

An die schreibmaschinenähnliche Tastatur müssen sich Laptopbesitzer wahrscheinlich erst wieder gewöhnen. Die funktionelle Schlichtheit des Geräts hat allerdings einen unleugbaren Vorzug: Der Akku hält weit länger als die von Laptops oder Tablet-PCs, die weitaus mehr Strom verbrauchen. Mehr als vier Wochen sind drin, sagen die Entwickler Adam Leeb und Patrick Paul.

Hemingwrite ist kompatibel mit fünf Clouds

Ein Funkmodul überträgt die Texte während des Schreibens an eine Cloud – also ein Rechenzentrum, das der externen Datensicherung dient. Unterstützt werden Dropbox, Google Docs, Evernote, Apples iCloud und Microsofts OneDrive. Möglicherweise lässt sich die Hemingwrite auch nachrüsten, sodass sie zukünftig mit anderen Clouds kommunizieren kann – etwa mit der der Deutschen Telekom.

Ein Speicher an Bord der Hemingway, der eine Million Seiten fasst, überbrückt Funklöcher. 

Crowdfunding-Kampagne hat über 250.000 Euro eingesammelt

Innerhalb von wenigen Tagen hat das Unternehmen Hemingwrite aus Detroit über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter mehr als 250.000 Euro eingesammelt. Damit ist das Ziel erreicht. Die Kampagne läuft allerdings noch rund 40 Tage. Wer zwischen 249 und 499 US-Dollar eingezahlt hat, bekommt ab September 2015 ein Gerät zugeschickt. Die ersten Investoren zahlen am wenigsten, wie üblich bei Kickstarter. Der reguläre Verkaufspreis soll später bei rund 400 Dollar liegen. Wer noch weiter in die Vergangenheit reisen möchte, könnte sich für die Bluetooth-Tastatur Qwerkywriter im Retrolook interessieren

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Von Wolfgang Kempkens
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