12.11.2015, 09:03 Uhr | 0 |

Jahrzehnte im Vergleich Das sind die beliebtesten Farben der Legosteine

Futter für wahre Lego-Enthusiasten: Ein Fan hat die Entwicklung der beliebtesten Bauklotzfarben über die letzten Jahrzehnte recherchiert. Neugierig, welche Farben nicht mehr im Trend sind?

Lego-Welt wird immer grauer
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Hilfe, die Lego-Welt wird immer grauer: Mittlerweile sind rund 50 % der produzierten Klötzchen schwarz, weiß oder grau. 

Foto: Lego

Was macht so ein Lego-Fan eigentlich, wenn er gerade nicht an seinem Baustein-Imperium bastelt? Für dave123 ein klarer Fall: Der Bauklotzmaniac hat im Brickset Forum eine Infografik veröffentlicht, die anhand von 40 Kreisdiagrammen zeigt, welche Farben der Bauklötzchenhersteller Lego von 1975 bis 2014 in der Produktion am meisten verwendet hat. Wie er das gemacht hat? Mit Inventarlisten des weltgrößten Online-Lego-Händlers Bricklink. Sie enthalten hunderte Lego-Sets, die dave123 mithilfe einer selbstprogrammierten Software analysiert hat. 

Rote Steine waren 1975 der Renner

Das erste Diagramm blickt zurück ins Jahr 1975: Damals waren die meisten Bauklötze rot – mehr als 25 %. Beliebt waren auch Blau und Gelb sowie Schwarz und Weiß. Grautöne waren kaum vertreten und laut dave123 waren nur 0,87 % der produzierten Steine grün. Das änderte sich im Laufe der Jahre: Es kamen immer neue Farben hinzu ­– mittlerweile sind es über 100, darunter auch zahlreiche Grüntöne. Doch bunter wird es trotz der Farbvielfalt in den Kinderzimmern nicht.

Grund zur Besorgnis? Lego-Universum wird immer grauer

2014 waren rund 25 % der produzierten Klötze grau, rund 25 % schwarz oder weiß und nur noch etwa 50% farbig – das populäre Rot von 1975 spielt dabei nur noch eine Nebenrolle. Das Lego-Universum scheint also immer grauer werden.

Für dave123 behebt das vielleicht ein altes Kindheitstrauma: „Ich erinnere mich, dass in meiner Kindheit graue Steine ziemlich selten waren. Ich hatte bis 1984, als die Schloss-Sets auf den Markt kamen, nur ein paar graue Platten von Raumschiffen. Und jetzt ist grau überall.“

Tischlermeister gründete Lego 1932

Was würde Ole Kirk Christiansen wohl zu dieser Entwicklung sagen? Der dänische Tischlermeister hat das Unternehmen 1932 gegründet und den Namen Lego als Abkürzung für das dänische „leg godt“ (übersetzt „spiel gut“) gewählt. 1949 kamen die ersten Legosteine aus dem Kunststoff Celluloseacetat auf den Markt, die wie die heutigen Steine mit den klassischen Noppen besetzt waren.

Im Laufe der Jahre wuchs die Vielfalt in schwindelerregende Höhen: Mittlerweile gibt es im Lego-Universum über 78.000 Bauteile in mehr als 100 Farben. Heutige Steine, die Lego mit einer Toleranz von nur zwei Mikrometern fertigt, passen immer noch mit Steinen aus den 1960-er Jahren zusammen ­– sofern sich das Celluloseacetat durch die Alterung nicht zu sehr verformt hat. Seit 1963 stellt das Unternehmen die Steine aus dem Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) her, transparente Bausteine bestehen aus einem Polycarbonat namens Makrolon.

Aber die Vielfalt hat auch ihren Preis. Aktuell – ausgerechnet zum Weihnachtsgeschäft 2015 – hat Lego Lieferschwierigkeiten. Derzeit sind nicht alle Bausätze erhältlich. Doch Lego hat noch vor Weihnachten Besserung versprochen.

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Von Patrick Schroeder
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