29.03.2016, 10:54 Uhr | 0 |

VON HOVERBOARD BIS ZAUBERSCHNULLER 9 Erfindungen, von denen wir noch hören werden

Manche Erfindungen klingen sensationell, verschwinden aber ganz schnell wieder aus der Öffentlichkeit. Andere bleiben in Erinnerung, führen zu großen Innovationen – oder machen einfach Spaß. Neun davon aus dem vergangenen Jahr stellen wir hier vor.

Hoverboard von Hendo
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Das Hoverboard von Hendo schwebt gut zwei Zentimeter über dem Untergrund.

Foto: Hendo

1. Das Hoverboard

Als Michael J. Fox 1985 mit seinem Hoverboard, dem schwebenden Skateboard, durch die Zukunft raste, hat wohl jeder gedacht: Das wär’s. Das wäre mal eine echt gute Erfindung. 30 Jahre später gibt es zwei Varianten des Hoverboards. Die eine schwebt wirklich, die andere tut nur so – aber dafür kann man sie ganz einfach kaufen.

Der Luxusautohersteller Lexus hat im vergangenen Jahr einen Profiskateboarder engagiert, um sein Hoverboard in Barcelona zu präsentieren. Der schwebt durch einen festgelegten Parcours und sogar übers Wasser. Möglich wird das durch ein Magnetfeld, das konstanten Abstand zwischen Brett und Boden hält. Aus dem Prototyp wird allerdings kein Serienmodell werden.

Weniger spektakulär, aber dafür im Handel zu haben sind inzwischen die zweirädrigen Elektroroller, die wie Mini-Segways ohne Lenkstange funktionieren und nur über die Körperbalance gesteuert werden.

2. Unterirdischer Park Lowline

Auf 5000 Quadratmetern Fläche unter den Straßen von New York soll ein echter Park mit Bänken, Bäumen und Wiesen entstehen, der sogar mit Tageslicht versorgt wird.

Oberhalb der Erde planen die Initiatoren dafür Stangen mit schüsselförmigen Kollektoren, die Sonnenlicht einfangen, das über Glasfaserkabel unter die Erde geleitet wird. Vorgesehen ist das Ganze in einer stillgelegten Station der früheren Straßenbahn. 

3. Datenbrille HoloLens

Mit der HoloLens könnte Microsoft nach langer Zeit mal wieder einen Coup landen. Die Datenbrille unterscheidet sich von Konkurrenzmodellen dadurch, dass sie den Nutzer nicht komplett in eine virtuelle Welt mitnimmt, sondern die echte Welt sichtbar lässt. Aber das, was vor dem Auge erscheint, ist dafür sogar dreidimensional.

Microsoft stellt sich das Gerät vor allem für Freizeitanwendungen vor. So könnte man beispielsweise, während man eine Sportübertragung im Fernsehen anschaut, zugleich einen real wirkenden Spieler im eigenen Wohnzimmer aus der Nähe sehen.

4. Hochhaus Stratford Collective

In einem Studentenviertel gibt es das alles: Preiswerten Wohnraum, günstige Cafés und Restaurants, Treffpunkte, Erholungszonen. Nur ist ein solches Idyll in einer Stadt wie London, wo man locker mal umgerechnet 25 Euro pro Quadratmeter an Miete bezahlt, kaum denkbar. Deshalb planen die Initiatoren des „Stratford Collective“ ein Hochhaus, das all diese Dinge vorsieht.

Hinzu kommen kleine Apartments, die wie Hotelzimmer kurzfristig vermietet werden, oder auch große Wohnungen, die wie WGs funktionieren. Der 112 Meter hohe Turm mit 30 Stockwerken soll schon 2018 fertig sein – wenn der Bau genehmigt und finanziert ist.

5. Samsungs Safety Truck 

Samsung hat im vergangenen Jahr eine Videotechnik für Lastwagen vorgestellt, die das Überholen sicherer machen soll. Dabei nimmt eine Kamera den Verkehr vor dem Laster auf, das Bild erscheint in Echtzeit auf der Rückseite. So kann ein Autofahrer dahinter auch in unübersichtlichen Situationen erkennen, ob er das Überholen riskieren kann oder nicht.

Nach der Präsentation im Sommer 2015 hat der Elektronikkonzern die Technik weiterentwickelt. In diesem Frühjahr wird das System auf einer Strecke in Argentinien, wo es häufig zu Unfällen beim Überholen kommt, ausgiebig getestet.

6. Der Schnuller, der alles kann

Er hängt nicht nur rum. Er ist aktiv. Gar pro-aktiv! Wenn das kein guter Start ins Leben ist. Der Schnuller „pacif-i“ hält per Bluetooth Verbindung zu Mamis oder Papis Smartphone und meldet so, ob das Baby Fieber hat oder ob es aus dem Bett geklettert ist. Und was vielleicht das wichtigste Feature ist: Der Schnuller meldet sich akustisch, wenn man ihn sucht.

Der „pacif-i“ – im Englischen nennt man Schnuller Pacifier, was sich hübsch wiederum auch mit „Friedensstifter“ übersetzen lässt – kann für umgerechnet rund 50 Euro direkt beim britischen Hersteller „Blue Maestro“ gekauft werden.

7. Drinkable Book 

Mehr als 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. In den vergangenen Jahrzehnten ist diese Zahl laut der Weltgesundheitsorganisation WHO zwar deutlich gesunken, aber es sind eben immer noch rund zehn Prozent der Weltbevölkerung betroffen. Genial einfach klingt da die Erfindung der US-Forscherin Teri Dankovich, genannt „Drinkable Book“.  

Das trinkbare Buch ist, streng genommen, eine Sammlung von Papierfiltern. Die Blätter sind perforiert und mit Silber-Nanopartikeln versehen. Einfach und sehr preiswert herzustellen, könnte ein einzelnes Buch einem Menschen vier Jahre lang sauberes Wasser liefern.

8. Wide Path Camper aus Dänemark

Das kann eigentlich nur aus Holland kommen: Der Wohnwagen, den man ans Fahrrad hängen kann. Und doch hat sich ein Däne dieses Gefährt ausgedacht.

Für die Fahrt lässt sich der Schlafwagen sogar zusammenklappen. Wer den Anhänger bewegen will, braucht allerdings Kraft oder ein E-Bike – bei 45 Kilo Leergewicht. 

9. Aussichtsdeck für den Jumbo-Jet

Die Firma WindSpeed hat eine Art Aufzug für die Passagierkabine von gewöhnlichen Flugzeugen entwickelt. Er soll Insassen auf eine Aussichtsplattform oberhalb des Rumpfes hieven.

Das Unternehmen muss nur noch Flugzeughersteller davon überzeugen, dass das Konzept technisch und wirtschaftlich funktioniert...

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Von Werner Grosch
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