Qualität in Flaschen

Flurförderzeuge | Bei Hofbräu in München Riem wird 365 Tage im Jahr rund um die Uhr gebraut (Bild 1). Insgesamt werden hier etwa 33 Mio. l Bier hergestellt. 55 % davon geht ins Ausland. Das Spezialitäten-Sortiment mit 13 verschiedenen Biersorten hält für jedermanns Geschmack etwas bereit. Damit keiner auf dem Trockenen sitzen bleibt, setzen die ehemals königlichen Brauer auf Lösungen von Toyota Material Handling (Bild 2).


Bild 1 Im Geschäftsjahr 2015 braute das Unternehmen mit der Krone circa 339 000 Hektoliter Bier. Über die Hälfte davon geht ins Ausland.

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Im Geschäftsjahr 2015 braute das Unternehmen mit der Krone circa 339 000 Hektoliter Bier. Über die Hälfte davon geht ins Ausland.

Hofbräu München produziert jährlich 331 000 Hektoliter Bier und liefert es in Tanks, Fässern und Flaschen in die ganze Welt. Um dem eigenen hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, ist deren gesamte Wertschöpfungskette bis ins letzte Detail durchgeplant. Auf einer Fläche von circa 40 000 m² braut, befüllt, lagert und verlädt das Traditionsunternehmen die fertigen Gebinde. In einem 2 500 m² großen Leergut-Terminal werden Fässer und Kästen gelagert. Von hier gelangen sie wieder zurück in den Befüllungsprozess. Dabei leisten die Flurförderzeuge von Toyota Material Handling einen wichtigen Beitrag.
Die Elektro- und Gasstapler aus der Toyota Traigo- und Tonero-Baureihe laden täglich circa 2 000 Paletten Leergut von den Lkw ab und lagern es ins Terminal ein. Von dort werden die Flaschen und Fässer in die Abfüllhalle gebracht, wo sie gereinigt und anschließend wieder mit Bier befüllt werden. Die fertigen Gebinde werden auf Paletten ins Lager transportiert und gemäß Kundenauftrag verladen.
Bild 2 Anspruchsvolle Arbeiten: die Toyota Stapler müssen im Logistikzentrum lange Wege und eine hohe Zahl an Hub- und Senkvorgängen absolvieren.

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Anspruchsvolle Arbeiten: die Toyota Stapler müssen im Logistikzentrum lange Wege und eine hohe Zahl an Hub- und Senkvorgängen absolvieren.

Dauerbetrieb in der Hochsaison

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Jürgen Breitsameter von Hofbräu München (li) und Sascha Christ aus dem Toyota Stapler Center Süd im Gespräch.

Die Produktion läuft in drei Schichten, sieben Tage die Woche. So kommen die Flurförderzeuge im Jahr auf über 2 000 Betriebsstunden. Unter dieser dauerhaften Belastung müssen sie den hohen Erwartungen standhalten. „Die Stapler in unserem Logistikzentrum müssen lange Wege hinter sich bringen und eine hohe Zahl an Hub- und Senkvorgängen absolvieren – äußerst anspruchsvolle Arbeiten für die Geräte“, erklärt Jürgen Breitsameter, Leiter der Materialwirtschaft und Logistik bei Hofbräu München (Bild 3). Vor allem herkömmliche Blei-Säure-Batterien werden durch diese Tätigkeiten stark beansprucht. „Die Qualität und die Verarbeitung der Stapler müssen da einfach stimmen“, ergänzt der Logistiker.
Um auch die Standzeiten durch die Batterieladung zu reduzieren, hat das Unternehmen zusätzlich Toyota Tonero Gasstapler bestellt, welche den langen Wegen in der Brauerei trotzen sollen. Der Tankvorgang der Gasstapler beansprucht wesentlich weniger Zeit als ein Ladevorgang der Batterien, die bei den langen Wegen bereits nach einer Schicht neu geladen werden müssen. „Die Gasstapler sind innerhalb von Sekunden wieder einsatzbereit“, sagt der Experte.

Wohlfühlatmosphäre für die Fahrer

In Puncto Ergonomie und Komfort reden auch die Fahrer mit. „Wenn wir acht Stunden am Tag sitzen, wollen wir einen bequemen Bürostuhl haben. Das möchten wir unseren Fahrern auch ermöglichen“, erklärt Breitsameter. Und weil die Staplerfahrer auch im kalten Winter im Freien arbeiten, sind die Sitze neben einer Luftfederung zusätzlich mit einer Sitzheizung ausgestattet. „Wir wollen das Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter so angenehm wie möglich gestalten“, erklärt der 44-jährige. „Das wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit der Kollegen aus.“

Mit I_Site läuft‘s flüssig

Das Handling von Flüssigkeiten in Fässern stellt physikalisch betrachtet eine Herausforderung dar. „Wir haben die Geschwindigkeit der Flurförderzeuge auf 10 km/h gedrosselt. Sonst würde bei einer Vollbremsung die Flüssigkeit im Fass nach vorne schwappen und den Stapler zum Kippen bringen“, so Breitsameter. Um darüber hinaus einen sicheren Warenumschlag zu gewährleisten, hat Hofbräu München sich für das Flottenmanagementsystem I_Site entschieden.
Neben Kennzahlen über Produktivität und Auslastung bietet das I_Site Webportal einen transparenten Überblick über Gewaltschäden, Fahrerdaten, Sicherheitsprüfungen, Verträge und ermöglicht Geschwindigkeitsreduktionen auf Knopfdruck – für einzelne Flurförderzeuge oder die gesamte Flotte. Mithilfe des Systems kann so die gewünschte Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h mit nur einem Handgriff eingerichtet werden. „Durch I_Site können wir sogar ganz einfach nachverfolgen, wo Unfälle passiert sind und mögliche Ursachen umgehend beseitigen“, erklärt Breitsameter. So finden zusätzlich regelmäßig Sicherheitsunterweisungen mit externen Dienstleistern statt.
Doch nicht nur der Sicherheitsaspekt war ein wichtiges Argument für Jürgen Breitsameter: „Wir verwalten jetzt die Geräte zentral vom Schreibtisch aus und können die Betriebsstunden auf einen Klick auslesen. Das ist schon super. Vor allem für die Inventur am Jahresende ist dies ein schlagendes Argument.“

Sorgenfreies Mietpaket

Hofbräu München hat sich bei seiner Flurförderzeugflotte für eine flexible Langzeitmiete über 72 Monate entschieden. Diese umfasst zusätzlich einen Full-Service-Vertrag, mit allen servicerelevanten Leistungen. „Wir sind Brauer. Die Instandhaltung von Flurförderzeugen gehört nicht zu unseren Kernkompetenzen“, scherzt Breitsameter. „Wenn ein Problem auftritt, rufen wir einfach den Servicetechniker an. Ganz flexibel. Und wir müssen uns nicht ständig um Rechnungen kümmern“, begründet er seine Wahl. Die Langzeitmiete mit Full-Service-Vertrag erleichtert die Arbeit für das Unternehmen in vielerlei Hinsicht. Die festgelegte Full-Service-Rate wird monatlich beglichen. Eine Arbeitserleichterung auch für die Buchhaltung, da der Zeitaufwand und die Rechnungsprüfung und Budgetplanung entfällt.

Service just-in-time

Hohe Verfügbarkeit der Flotte ist Grundvoraussetzung für die Brauerei. Der Ausfall eines Staplers würde in der Hochsaison ein echtes Problem darstellen. „Wir produzieren just-in-time und wenn wir nur ein bisschen in Verzug geraten, wirkt sich das auf die Arbeitsstunden der Mitarbeiter aus“, erklärt Breitsameter. In diesem Fall setzt das Unternehmen auf seinen Partner. Über die langjährige Zusammenarbeit mit dem Team von Toyota hat sich eine vertrauensvolle Atmosphäre entwickelt.