Sonntag, den 19. November 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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KEP mit App

Tourenplanung | Zählerstände ablesen, Frühstückssemmeln liefern oder Hemden aus der Reinigung holen: Visionen für künftige Dienstleistungen gibt es bei der Augsburger Logistic-Factory in Hülle und Fülle. Das Tochterunternehmen der Mediengruppe Pressedruck, in der auch die Augsburger Allgemeine erscheint, versprüht auch noch 17 Jahre nach Firmengründung den Charme eines Start-ups.


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Das Transportmanagement-System M3 von Dr. Malek Software wurde für den Einsatz in der KEP-Branche um einige Funktionen erweitert.

Entsprechend visionär sind die Expansionspläne des Unternehmens, das im November 2016 einen eigenen KEP-Bereich an den Start gebracht hat. Zuvor hatte sich der Dienstleister mit eigenen und fremden Fahrzeugen vorrangig auf Teil- und Komplettladungen, Zeitungsauslieferungen und Sonderfahrten konzentriert. Für diese Aufgabe nutzte das Unternehmen das Transportmanagement-System M3 von Dr. Malek Software. Für die Anforderungen der KEP-Branche, mit ihren kleinteiligen regionalen Ausliefer-Touren und derzeit bis zu 100 Ablade- und Abholstellen fehlten hingegen ein paar Funktionen. Daher wurde der Softwarelieferant mit der Erweiterung des TMS beauftragt (Bild). Zu den wesentlichen Neuerungen zählt die Integration der automatisierten Tourenplanung und -optimierung „Intertour“ von PTV. Dieser Schritt war notwendig, weil die in M3 bereits vorhandene Tourenplanungs-Funktion für Sammelgutspediteure und nicht für den KEP-Bereich entwickelt wurde.

100 Abladestellen pro Tour

Durch die jetzt realisierte Schnittstelle werden die mit M3 vorgeplanten Touren an Intertour übertragen, dort optimiert und anschließend wieder an M3 zurückgespielt. Für den Disponenten entsteht durch die im Hintergrund laufende Aktion kein Mehraufwand. Die optimierten Touren mit zur Zeit jeweils rund 100 Abladestellen müssen dann nur noch an die mit der M3 App ausgestatteten Smartphones der Fahrer gesendet werden. Ab hier läuft der Prozess wieder im M3-Umfeld.
Der Fahrer bestätigt den Empfang per Knopfdruck und sendet die gewünschten Status-Informationen in Echtzeit an M3 zurück. Die M3 App ermöglicht das komplette Auftragsmanagement inklusive Statusmeldungen, kostenloser integrierter Navigation und Spurverfolgung.
Sobald der erste Auftrag am Smartphone aufgerufen wurde, kann die Zielführung gestartet werden. Am Ziel angekommen, wird der Barcode abfotografiert und der Empfang per Unterschrift direkt auf dem Bildschirm des mobilen Endgeräts quittiert. Das im Smartphone integrierte GPS-Modul liefert währenddessen kontinuierlich aktuelle Fahrzeugpositionen und ermöglicht so eine durchgängige Sendungsverfolgung auf der M3 Plattform.
 Ein großer Teil des Sendungsvolumens stammt von der Schwesterfirma Logistic-Mail-Factory (LMF), die sich unter anderem auf die Bereiche Briefversand und Infopost spezialisiert hat. Vor diesem Hintergrund wurde im Zuge des Projekts eine weitere Schnittstelle zwischen M3 und dem bei LMF eingesetzten Produktivsystem geschaffen. Über diese Verbindung werden nachts die KEP-Aufträge von LMF an M3 übertragen.

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