Sonntag, den 19. November 2017
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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Optimierungspotenziale erschlossen

Retrofit | Für die Sto Group, einem Hersteller aus dem Bereich Wärmedämm-Verbundsysteme, haben die SAP Ingenieure der IGZ ein Modernisierungs- und Migrationsprojekt auf Basis von SAP EWM (Extended-Warehouse-Management) konzipiert und realisiert. Das seit 1992 bestehende Logistikzentrum in Stühlingen wurde mithilfe des SAP EWM-Generalunternehmers aus Falkenberg/Opf. rundum erneuert und zukunftssicher ausgelegt. Der erzielte Mehrwert macht sich insbesondere in erhöhter Verfügbarkeit, Leistung, Transparenz, Benutzerfreundlichkeit und Arbeitssicherheit bemerkbar.


Bild 1 Individuelle Kommissionierung für Einzelbestellungen im neuen Sto-Lager mit SAP EWM/MFS.

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Individuelle Kommissionierung für Einzelbestellungen im neuen Sto-Lager mit SAP EWM/MFS.

Vermutlich sind es zunächst die typischen, gelben Eimer, die man mit dem Namen Sto in Verbindung bringt. Tatsächlich repräsentieren diese auffälligen Transportbehälter eine Marke, die in Form von Farben, Putzen und Fassadendämmstoffen auf Baustellen weltweit zu finden ist. Dafür sorgen mehr als 5 250 Mitarbeiter innerhalb der Sto Group, die sich als Technologieführer für die nachhaltige Gestaltung bebauter Lebensräume versteht. Sitz des nach wie vor in Familienhand befindlichen Unternehmens, das sich seit Gründung vor mehr als 50 Jahren zu einem internationalen Konzern mit 26 Tochtergesellschaften rund um den Globus entwickelt hat und seine führende Position als Anbieter von Wärmedämm-Verbundsystemen behauptet, ist Stühlingen im Südschwarzwald.

Präzise und minutiös zu steuernde Baustellenlogistik

Seit 1992 betreibt der Mittelständler an seinem Stammsitz ein teilautomatisiertes Logistikzentrum, über das Baustellen rund um den Globus direkt mit Materialien versorgt werden. Waren es zunächst meist artikelreine Paletten, die geordert und zugestellt wurden, so dominieren heute kleinteilige Aufträge, die nach Bestelleingang bedarfsgenau zu kommissionieren sind und bereits am nächsten Morgen zeitgenau an wechselnden Zielorten zur Verfügung stehen müssen.
Nach einer Betriebszeit von 25 Jahren kam es jedoch zunehmend zu Problemen und Störungen auf Ebene der innerbetrieblichen Ver- und Entsorgungsprozesse: „Durch den stetig steigenden Materialumschlag, erweiterte Sicherheitsanforderungen und eine erschwerte Ersatzteilversorgung war ein Retrofit zwingend notwendig, um die bestehende Anlage auch weiterhin betreiben zu können“, berichtet Dr. Andreas Rebetzky, Vice President IT & Organisation der Sto Group. Handlungsbedarf bestand in diesem Zusammenhang auch auf Ebene der Lagerverwaltung und -steuerung (LVS/MFS), wenngleich das implementierte System erst seit zehn Jahren im Einsatz war. Hierbei handelte es sich um eine proprietäre, in die SAP ECC-Umgebung eingebettete Lösung, an der im Zuge des erforderlichen Retrofits weitgreifende Modifikationen vorzunehmen gewesen wären. „Diese Änderungen wären jedoch einer kompletten Neueinführung gleichgekommen“, so Rebetzky weiter. Diese Chance habe man genutzt und die Software ebenfalls modernisiert bzw. ausgetauscht.

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